Fitness und Gesundheit

Wie ernähre ich mich richtig - das sagt die Expertin

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Symbolbild. © Andrea Wuestholz

Was sagt die Expertin zur – für das Immunsystem - optimalen Ernährung? Und was hält sie von meiner Abneigung gegenüber Gemüse? Elke Walther, Ernährungsberaterin bei der AOK Ludwigsburg/Rems-Murr, ist gnädig und erlaubt sogar ein bisschen Schokolade.

Ich bin kein Freund von Gemüse (und von Tomaten), esse aber sehr gerne Salat, haufenweise Joghurt und Obst, gerne Müsli und Käse, wenig Fleisch und sehr gerne Süßspeisen (Kaiserschmarrn, mmh!). Muss ich mir Sorgen machen?

Pauschal lässt sich das natürlich nicht sagen. Es kommt darauf an, wie ausgewogen die Lebensmittelauswahl insgesamt ist, welche Art Salat Sie essen und natürlich auch, wie viel davon. Wenn Sie außer Kopf- und Ackersalat auch Mohrrüben, Paprika, Chinakohl oder Bittersalat wie Radicchio oder Chicorée essen, dazu Obst, sind Sie mit Vitaminen und Mineralstoffen schon mal ganz gut versorgt. Vitamine und Mineralstoffe kriegen Sie natürlich auch aus Vollkornprodukten, Milchprodukten, aus Fleisch, aus Fisch. Dazu sollte noch Gemüse in gegarter Form kommen. Blumenkohl, Brokkoli, Tomaten wären zwar gut, aber wenn Sie Karotten, Zwiebeln und Knoblauch essen, ist das zumindest ein Anfang.

Ich esse wenig Wurst, spüre gelegentlich aber Heißhunger darauf. Bilde ich mir das nur ein oder signalisiert mir mein Körper in dem Moment, dass er dringend eine Wurst braucht? Oder einen Inhaltsstoff, den ihm nur die Wurst bietet?

Es gibt Ansätze in den Ernährungstheorien, die das unterstützen. Der Körper kann sehr wohl sagen, was er braucht. Ich hatte als junge Frau Eisenmangel und damals extremen Hunger auf eisenhaltige Lebensmittel. Bei der Wurst aber frage ich mich, was da drin ist, das Ihnen fehlen könnte. Salz vielleicht?

Ist es sinnvoll, sich mit Ernährungsratgebern zu beschäftigen?

Solange die Ratgeber aus dem professionellen Bereich sind – macht das sicherlich Sinn. Das ist leider aber nicht immer der Fall. Und dann wäre ich für ein „Nein“. Das Thema Ernährung ist sehr komplex. Man kann sich in einem breiten Spektrum gesund ernähren. Aber wenn ich als Laie ständig neue Tipps bekomme und von neuen Theorien höre, weiß ich am Ende nicht mehr, was wirklich richtig ist.

Was soll man also tun, um sich gesund zu ernähren und vor allem das Immunsystem zu stärken?

Das Immunsystem ist ein Teil unseres Körpers und wird wie Muskeln oder die Haut ständig erneuert. Die Ernährungspyramide der BZfE (Bundeszentrum für Ernährung) zeigt, welche Nährstoffe unser Körper benötigt, um optimal versorgt zu sein und alle Funktionen am Laufen zu halten - auch das Immunsystem. Drei Portionen Gemüse am Tag plus zwei Portionen Obst - vor allem diese beiden Teile sind das Powerfood, das ein gutes Immunsystem benötigt. Dazu kommen noch Milch- und Vollkornprodukte sowie Fisch. Und auch Fleisch gehört letztlich mit zwei bis drei Portionen (eine Portion entspricht 150 bis 200 Gramm) in der Woche dazu. Wichtig ist eine gute Eiweißauswahl, am besten eine gute Mischung aus pflanzlichem und tierischem Eiweiß. Auch für Vegetarier ist das kein Problem. Hülsenfrüchte, Nüsse und Getreideprodukte sind gute Ersatzstoffe. Besonders ältere Menschen sollten auf eine gute Energieversorgung achten, um den Immunstoffwechsel nicht zu gefährden.

Darf man immer nur Gesundes essen? Wie sieht’s mit der Tafel Schokolade aus?

Natürlich darf ich auch Schokolade essen. Es geht immer um die Frage: Wie viel esse ich davon? Und es geht darum, dass wir das, was wir essen, genießen. Esse ich achtsam und genussvoll, brauche ich weniger süß.

Was sagt die Expertin zur – für das Immunsystem - optimalen Ernährung? Und was hält sie von meiner Abneigung gegenüber Gemüse? Elke Walther, Ernährungsberaterin bei der AOK Ludwigsburg/Rems-Murr, ist gnädig und erlaubt sogar ein bisschen Schokolade.

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Ich bin kein Freund von Gemüse (und von Tomaten), esse aber sehr gerne Salat, haufenweise Joghurt und Obst, gerne Müsli und Käse, wenig Fleisch und sehr gerne Süßspeisen (Kaiserschmarrn, mmh!). Muss ich mir

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