Stuttgart & Region

23-Jähriger will auf Bahngleisen zur Arbeit laufen

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Symbolfoto. © Joachim Mogck

Tübingen/Reutlingen. Weil ein 23-Jähriger am Sonntag offenbar auf den Bahngleisen zur Arbeit laufen wollte, musste eine Regionalbahn zwischen Tübingen und Reutlingen eine Gefahrenbremsung einleiten.

Bereits am Sonntag, dem 7. Juli hat ein 23-jähriger Mann laut Bundespolizei eine Regionalbahn zwischen Reutlingen und Tübingen zu einer Gefahrenbremsung gezwungen. Wohl aufgrund eines abweichenden Sonntagfahrplanes entschied sich der 23-Jährige nach derzeitigen Erkenntnissen, seinen Arbeitsweg nach Wannweil zu Fuß zu bestreiten - und stieg deshalb am Bahnhof Reutlingen auf die Gleise.

Der Lokführer einer herannahenden Regionalbahn nach Tübingen erkannte den 23-Jährigen noch rechtzeitig und leitete eine Schnellbremsung ein. Im Anschluss nahm der Mitarbeiter der Deutschen Bahn den einsichtigen Mann auf seinem Führerstand mit und übergab diesen bei Eintreffen am Hauptbahnhof Tübingen einer Streife der Landespolizei.

Züge kommen oft erst nach hunderten Metern zum Stehen

Die Reisenden des Nahverkehrszuges blieben nach dem derzeitigen Ermittlungsstand unverletzt. Der rumänische Staatsangehörige muss nun mit einem Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr rechnen.

Die Bundepolizei hat zu dem Vorfall die Ermittlungen aufgenommen und weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Insbesondere moderne Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt.