Stuttgart & Region

42 Millionen Euro Zuschuss vom Land

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Symbolfoto. © Joachim Mogck
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Alte und neue Tarifzonen des VVS.

Stuttgart. Damit mehr Menschen auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen, soll das Tarifsystem des VVS grundlegend reformiert werden. Um die Autos aus der Stadt und die Luft reiner zu halten, will das Land den neuen Tarif mit insgesamt 42 Millionen Euro bezuschussen.

Das ist geplant

Die Sektorengrenzen in den Außenringen sollen wegfallen und zwei Außenringe zusammengefasst werden. Damit reduziert sich die Zahl der Tarifzonen in Stuttgart und den vier Verbundlandkreisen deutlich von 52 auf nur noch fünf Ringzonen. Der neue VVS-Tarif soll zum 1. April 2019 in Kraft treten.

Weniger Zonen - geringerer Fahrpreis

Bis zu 42 Millionen Euro Einnahmen würden durch die geplante Tarifreform jährlich wegfallen, weil Fahrgäste für längere Strecken weniger zahlen müssten. Die Partner des ÖPNV-Pakts sind sich über die Finanzierung einig. Die gefundene Lösung muss jetzt aber von allen Kreistagen, dem Gemeinderat der Landeshauptstadt und der Regionalversammlung, gebilligt werden. Nach diesem Sitzungsmarathon, der sich über den Juli erstreckt, wird abschließend der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes am 24. Juli 2018 über die Tarifzonenreform entscheiden.

Das Land Baden-Württemberg, das auch Gesellschafter im VVS ist, hat zugesagt insgesamt 42 Millionen Euro über einen Zeitraum von sechs Jahren beizusteuern. „Wir wollen mit dem neuen VVS-Tarif einen starken Anreiz zum Umstieg auf die Bahnen und Busse setzen und damit einen Beitrag zur Verringerung der Luftschadstoffe zu leisten“, erläuterte Verkehrsminister Hermann.

Wer zahlt was

Nach Abzug des Landeszuschusses sollen die verbleibenden Kosten „verursachergerecht“ aufgeteilt werden. Nach dem heutigen Stand ergibt sich ein Verhältnis von 45 Prozent für die Landeshauptstadt Stuttgart und 55 Prozent für die Verbundlandkreise Esslingen, Ludwigsburg, Böblingen und Rems-Murr-Kreis. Pro Jahr kommen müssten die Landkreise dann insgesamt zwischen 17,7 Millionen und 21 Millionen Euro finanzieren. Die Landeshauptstadt wird im Durchschnitt in den nächsten sechs Jahren pro Jahr knapp 15 Millionen Euro beitragen. Die Landkreise teilen ihren Kostenanteil untereinander entsprechend der Einwohnerzahlen auf.