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Angelhaken durchs Bein: Nilgänse von Polizei gerettet

Nilgänse
Nilgänse stehen an einem Ufer. Foto: Lennart Stock/dpa/Archivbild © Lennart Stock

Stuttgart (dpa/lsw) - Zwei verletzte Nilgänse sind in Stuttgart von der Polizei gerettet und der Tiernotrettung übergeben worden. Radfahrer hatten der Polizei die zwei verletzten Tiere gemeldet, von denen eines einen Angelhaken durch das Bein gestochen hatte, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Schwimmer und Seil hätten sich um das andere Tier gewickelt, sodass beide aneinandergefesselt gewesen seien. Bei dem Einsatz, der sich bereits am vergangenen Donnerstag ereignete, hätten Beamte die Nilgänse mit einem Kescher an Land geholt und sie voneinander getrennt. Anschließend seien sie in tierärztliche Versorgung übergeben worden.

Die Nilgans (Alopochen aegyptiaca)  wird der Online-Enzyklopädie "Wikipedia" zufolge heute meist den Halbgänsen zugerechnet. Sie ist afrikanischen Ursprungs und lebt an nahrungsreichen subtropischen Binnenseen und Flüssen. Sie gilt als der häufigste afrotropische Entenvogel. In den letzten Jahrzehnten breitete sich die Nilgans entlang des Rheins in Mitteleuropa aus, wobei sie auch in städtischen Parks, an Badeseen und anderen von Menschen häufig frequentierten Orten vorkommt.

Die zunehmende Verbreitung der Nilgans in Deutschland schafft Probleme. Insbesondere in urbanen Gebieten kann die Nilgans als Plage empfunden werden, da die Gänse aggressiv Liegewiesen und Radwege erobern können, wenn diese in ihrem Revier liegen, und sie so erholungssuchende Menschen stören. Ferner wird der Kot auf Liegewiesen als Problem empfunden.

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