Stuttgart & Region

Antilopen-Babys geboren

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Gleich im ersten Jahr in der Wilhelma hat die Nachzucht der Säbelantilopen geklappt - zweifach. Sie leben auf einer Anlage mit den Grevy-Zebras, die ihrerseits zwei Fohlen haben. Foto: Wilhelma Stuttgart © Jutta Poeschko
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Gleich im ersten Jahr in der Wilhelma hat die Nachzucht der Säbelantilopen geklappt - zweifach. Sie leben auf einer Anlage mit den Grevy-Zebras, die ihrerseits zwei Fohlen haben. Foto: Wilhelma Stuttgart © Jutta Poeschko
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Gleich im ersten Jahr in der Wilhelma hat die Nachzucht der Säbelantilopen geklappt - zweifach. Sie leben auf einer Anlage mit den Grevy-Zebras, die ihrerseits zwei Fohlen haben. Foto: Wilhelma Stuttgart © Jutta Poeschko
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Gleich im ersten Jahr in der Wilhelma hat die Nachzucht der Säbelantilopen geklappt - zweifach. Sie leben auf einer Anlage mit den Grevy-Zebras, die ihrerseits zwei Fohlen haben. Foto: Wilhelma Stuttgart © Jutta Poeschko
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Gleich im ersten Jahr in der Wilhelma hat die Nachzucht der Säbelantilopen geklappt - zweifach. Sie leben auf einer Anlage mit den Grevy-Zebras, die ihrerseits zwei Fohlen haben. Foto: Wilhelma Stuttgart © Jutta Poeschko

Stuttgart.
Erstmals sind in der Wilhelma in Stuttgart Säbelantilopen auf die Welt gekommen. Die beiden Kälber sind Hoffnungsträger ihrer ganzen Art, die mit wissenschaftlichem Namen Oryx dammah heißt. Sie war in der Natur bereits komplett ausgestorben und konnte nur dank der Nachzucht in Zoos und auf Farmen überleben.
Als internationales Kooperationsprojekt startete vor kurzem die Wiederansiedlung in ihrer früheren Heimat in Nordafrika. Die kleinen Mutmacher, die im Spätherbst in der Wilhelma geboren und bisher im geschützten Stallbereich gehalten wurden, stellen sich jetzt den Besuchern des Zoologisch-Botanischen Gartens vor. Sie sind auf der afrikanischen Savannen-Anlage mit den Grevy-Zebras und den Dorcas-Gazellen zu sehen. „Die Säbelantilopen hatten wir erst im Herbst 2016 aufgenommen, um uns langfristig an der Nachzucht zu beteiligen. Dass es gleich im ersten Jahr gelungen ist, und das sogar doppelt, ist fantastisch“, sagt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. 

Für beide Kühe war es eine Erstlingsgeburt. Damit sie sich in Ruhe in ihre Mutterrolle einfinden konnten und die Kälber sich schrittweise an die anderen Mitbewohner gewöhnten,
blieben sie anfangs im Stall. Danach ging es nur in das Vorgehege.Zuletzt durften sie stundenweise das große Außengehege alleine erkunden. Und nun sind die Antilopen,
Zebras und Gazellen gemeinsam auf der Savannen-Anlage unterwegs. Der Antilopen-Bock, der seinen Nachwuchs allzu aggressiv gegen Zebras, Gazellen und Pfleger verteidigt hatte, lebt vorerst auf der nicht öffentlichen Außenstelle der Wilhelma, dem Tennhof. Die für ihre eindrucksvollen Hörner bekannten Antilopen zogen noch Mitte des 20. Jahrhunderts in riesigen Herden
durch die Sahara und Sahelzone. Ihr Fleisch, Fell und Gehörn waren so begehrt, dass der zunehmend technisierten Jagd immer größere Zahlen zum Opfer fielen. In der großen Ebene ohne
schützende Vegetation ließen sich die Antilopen leicht von Jeeps und sogar von Flugzeugen aus verfolgen und schießen. Zur Wilderei kamen noch Bürgerkrieg, Futterkonkurrenz durch Viehhaltung und anhaltende Dürreperioden hinzu, bis im Jahre 2000 keine einzige Säbelantilope in der Natur mehr vorhanden war.