Stuttgart & Region

Arbeiten im Ausnahmezustand: Wie das Gesundheitsamt Stuttgart seine Erreichbarkeit verbessern will

Corona Testset symbol symbolbild
Symbolbild © ZVW/Benjamin Büttner

Der Kampf gegen das Coronavirus verlangt auch den Mitarbeitern der lokalen Behörden einiges ab. „Das Gesundheitsamt arbeitet nun seit acht Monaten im Ausnahmezustand“, sagt beispielsweise Stefan Ehehalt, der Leiter der Stuttgarter Einrichtung.

Auch in der Landeshauptstadt sind die Corona-Zahlen in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Laut einer Mitteilung der Stadt vom Montagnachmittag (02. November) wurden in den vergangenen sieben Tagen 858 Menschen positiv getestet. Seit Beginn der Pandemie waren es schon über 5.000 Menschen, die Zahl der Neuansteckungen ist aktuell so hoch wie nie zuvor.

Um die Infektionsketten rasch zu unterbrechen, arbeiten bereits 60 Bundeswehr-Soldaten, 112 Mitarbeiter des Gesundheitsamts und 70 Mitarbeiter anderer Ämter „oft über die eigene Belastungsgrenze hinaus“, wie die Stadt betont.

Trotz aller Anstrengungen häufen sich in den letzten Tagen allerdings die Meldungen, das Amt sei nicht gut erreichbar. „Die Verwaltung will die Erreichbarkeit für Fragen rund um das Coronavirus verbessern“, teilt die Stadt dazu mit. „Die Anfragen an uns haben ein Ausmaß erreicht, das meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihre Grenzen und darüber hinaus bringt“, schildert Behörden-Leiter Ehehalt die Lage.

So soll die Anzahl der Mitarbeiter, die sich sich mit Covid-19 positiv Getesteten in Verbindung setzen und Kontakte ermitteln, weiter aufgestockt werden. Weiter soll ein Bürgertelefon eingerichtet werden, das ab Anfang kommender Woche erreichbar sein soll.

„Dazu laufen im Moment alle Vorbereitungen: Erstellen der Arbeitsabläufe, Schulungen oder die Bereitstellung der Infrastruktur“, erläutert Fabian Mayer, der Erste Bürgermeister. „Das ist komplex und wird mit Nachdruck betrieben. Denn eine verbindliche Kommunikation mit den Bürgern sichert die Akzeptanz bei der Bekämpfung der Pandemie.“