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Autofahrer rammt Streifenwagen, zwei Polizisten dienstunfähig

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Symbolfoto. © Gaby Schneider

Aalen/Bartholomä.
Ein 30 Jahre alter Mann hat am Donnerstag zwei Polizisten verletzt, indem er ihren Streifenwagen rammte und bei seiner anschließenden Festnahme heftigen Widerstand leistete.

Zudem verursachte der stark Alkoholisierte einen Sachschaden von rund 18 000 Euro.

Gegen 21 Uhr wurde bei der Polizei eine Sachbeschädigung an einem Pkw, einhergehend mit eine Beleidigung, in der Aalener Hofackerstraße angezeigt. Die beiden Tatverdächtigen, es handelt sich dabei um den 30 Jahre alte Mann sowie eine bislang noch unbekannte Frau, hatten ihren Volvo mittig auf der Fahrbahn stehen und diskutierten außerhalb ihres Fahrzeuges, so dass andere Verkehrsteilnehmer an ihrer Weiterfahrt gehindert wurden. Nachdem Insassen eines Fahrzeuges ihren Wunsch der Weiterfahrt geäußert hatten, beschädigte die Frau deren Pkw und beide beleidigten die Insassen. Anschließend entfernten sie sich mit ihrem Volvo.

Im Rahmen der Fahndung nach dem besagten Pkw fiel dieser gegen 21.45 Uhr einer Streifenbesatzung des Gmünder Polizeireviers in Lauterburg auf. Trotz Anhaltesignale beschleunigte der 30-Jährige und versuchte, sich einer Kontrolle zu entziehen. Die unbekannte Frau befand sich mittlerweile nicht mehr im Fahrzeug. Der Mann bremste die Polizisten mehrfach aus und versuchte sie von der Straße zu drängen.

Die Fahrweise führte schließlich zu drei Plattfüßen am Volvo, weshalb der 30-Jährige wohl deshalb am Ortsende von Bartholomä in der Heubacher Straße anhielt. Die Polizisten stellten ihren Streifenwagen einige Meter vor dem Volvo quer, um eine weitere Flucht zu verhindern. Als sie aussteigen wollten, beschleunigte der 30-Jährige stark und rammte das Polizeifahrzeug seitlich. Anschließend rannte er los und versuchte, zu Fuß zu flüchten, was letztlich verhindert wurde. Der Mann leistete gegen seine Festnahme heftigen Widerstand, weshalb auch Pfefferspray gegen ihn eingesetzt werden musste. Die beiden 20 und 24 Jahre alten Polizisten wurden sowohl durch das Rammen als auch bei den Widerstandshandlungen verletzt. Auch der 30-Jährige trug leichte Verletzungen davon.

Alle drei mussten vom Rettungsdienst versorgt, die beiden Polizistem zudem im Ostalbklinikum ambulant behandelt werden. Sie waren dienstunfähig. Da der 30-Jährige mit nahezu zwei Promille alkoholisiert war, musste er sich einer Blutentnahme unterziehen. An dem Streifen-Mercedes sowie dem Volvo entstand ein Sachschaden von geschätzten 18 000 Euro. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 30-Jährige wieder auf freien Fuß entlassen.

Gegen ihn wurden Ermittlungen unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.