Stuttgart & Region

Bahnmitarbeiter gebissen und geschlagen

überschreiten der Gleise gleis schild symbol symbolbild symbolfoto
Symbolfoto. © Joachim Mogck

Stuttgart.
Ein 26-Jähriger hat am Samstagabend (06.10.2018) gegen 17.30 Uhr am Bahnhof Bad Cannstatt zwei Bahnmitarbeiter angegriffen. Ersten Ermittlungen zu Folge hielt sich der mutmaßliche Täter im Gleisbereich auf, weshalb ihn die Mitarbeiter der Deutschen Bahn aufforderten, den Gefahrenbereich zu verlassen. Es kam zum Streit zwischen dem 26-Jährigen und den Bahnmitarbeitern, welcher in einer körperlichen Auseinandersetzung endete. Der junge Mann schlug dem 59-Jährigen ins Gesicht, woraufhin dieser zu Boden ging. Dessen 22-jährigem Kollegen biss er in den Unterarm. 

Der 59-Jährige wurde wegen des Verdachts auf eine Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus eingeliefert. Bundespolizisten nahmen den im Ostalbkreis wohnenden Tatverdächtigen anschließend vorläufig fest. Neben einer Anzeige wegen des unbefugten Aufenthalts im Gleisbereich muss er nun mit weiteren Strafverfahren wegen Körperverletzung rechnen.

Wasen-Heimweg nicht über die Gleise abkürzen

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor den Gefahren bei Aufenthalten im Gleisbereich. Besonders im Zusammenhang mit dem Cannstatter Volksfest überqueren viele Reisende die Gleise um ihren Zug zu erreichen oder abzukürzen. Die hieraus resultierende Lebensgefahr wird oftmals unterschätzt. Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt. Zudem wird die Sogwirkung von vorbei- und ausfahrenden Zügen meist nicht bedacht. Die weiße Linie an Bahnsteigen markiert den Sicherheitsabstand zum Gleis und ist in jedem Fall einzuhalten. Ein Aufenthalt zwischen Bahnsteigkante und der weißen Linie ist verboten.