Stuttgart & Region

Bahnstrecke Stuttgart-Würzburg: Neuer Betreiber gesucht statt Go-Ahead

Go Ahead Symbolbild
Ein Zug von Go-Ahead. © ZVW/Gabriel Habermann

Angesichts der Schwierigkeiten von Go-Ahead in den Stuttgarter Bahn-Netzen sucht das Verkehrsministerium Baden-Württemberg einen anderen Betreiber auf der  Regionalline Stuttgart-Heilbronn-Würzburg. Das teilte das Land am Sonntag mit. Man habe sich mit Go-Ahead darauf verständigt. Dem privaten Betreiber Go-Ahead Baden-Württemberg war es nach Angaben des Ministeriums seit der Betriebsaufnahme im Dezember 2019 nicht gelungen, einen zuverlässigen Betrieb sicherzustellen. Auch auf der Remsbahn hagelte es seit dem Start stetig Kritik.

Angesichts der Unzufriedenheit wolle man so  rasch wie möglich wieder Zuverlässigkeit herzustellen. Ziel sei es, dass die Züge endlich verlässlich und pünktlich fahren. Verkehrsminister Hermann äußerte sich: „Wir haben seit dem vergangenen Dezember mit dem neuen Verkehrskonzept das Angebot auf der Frankenbahn auf einen Stundentakt verdoppelt, um möglichst viele Fahrgäste zu gewinnen. Das klappt aber nur, wenn die Zuverlässigkeit stimmt. Deshalb haben wir für einen längeren Übergang eine neue Lösung entwickelt. Ich bin sehr froh, dass auch Go-Ahead nun offen zu den Problemen steht und kooperiert.“

Hermann spricht von einem Zeitraum von zwei Jahren für diese Interimslösung. Der Betreiber wird in einem verkürzten Verfahren gesucht. Bereits seit April 2020 werden als Notmaßnahme zwei Zugumläufe des RE 8 ersatzweise von DB Regio erbracht.