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Beleidigungen und Steinwürfe: Corona-Kontrolle am Neckarstrand in Remseck eskaliert

Neckarstrand bei Remseck
Symbolbild. © ZVW/Ramona Adolf

Eine Corona-Kontrolle am Neckarstrand in Remseck ist am Donnerstagabend (28.05.) eskaliert: Beamte des Polizeipräsidiums Ludwigsburg wurden dabei von jungen Männern beleidigt und mit Steinen beworfen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hatte eine Streife zunächst gegen 21.20 Uhr bei den Parkbänken oberhalb des Neckarstrandes eine achtköpfige Personengruppe angetroffen. Während vier Personen sofort die Flucht ergriffen, wurden die anderen vier überprüft und im Anschluss zum Verlassen des Platzes aufgefordert. Laut Polizeibericht hatte sich die gesamte Gruppe aber eine halbe Stunde später wieder am Neckarstrand niedergelassen. Bei einer erneuten Kontrolle mit Unterstützung von Beamten der Polizeihundeführerstaffel konnten auch die zuvor Geflüchteten nicht mehr davonlaufen. „Jetzt mussten sich die eingesetzten Beamten von einem 28-Jährigen als "Hurensöhne" und "verfickte Nazis" beschimpfen lassen“, heißt es im Polizeibericht.

Unbekannte werfen Steine

Bei einer weiteren Kontrolle gegen 23 Uhr wurden wiederum Mitglieder dieser Gruppe angetroffen und ein 21-Jähriger verhielt sich derart aggressiv, dass er von den Beamten zu Boden gebracht werden musste. Nachdem ein 24-Jähriger dabei die polizeilichen Einsatzmaßnahmen mit seinem Handy gefilmt hatte und von den Beamten darauf angesprochen wurde, attackiert der 21-Jährige erneut die Polizisten. Anschließend flüchtete er in Richtung der Fußgängerbrücke über den Neckar. Dort konnte er überwältigt und mit einer Handschließe gefesselt werden. Während die Polizisten mit dem Festgenommenen auf Verstärkung warteten, wurden sie von Unbekannten aus einem Gebüsch heraus mit größeren Steinen beworfen. Einer der Steine verfehlte den Kopf eines Polizisten nur knapp, ein weiterer traf den 21-Jährigen am Rücken. Die Steinewerfer flüchteten unerkannt.

Die Tatverdächtigen werden sich nun wegen Widerstandes gegen Polizeibeamte und Beleidigung verantworten müssen. Daneben würden acht Verstöße gegen die Corona-Verordnung angezeigt. Insgesamt waren acht Streifenbesatzungen und zwei Diensthunde im Einsatz.