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Betrüger bringen Seniorin um 40 000 Euro

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Betrüger werden nicht müde, vor allem alte Menschen um ihr Geld zu bringen (Symbolbild). © Pixabay.com (CC0 Creative Common

Schwäbisch Gmünd.
Um 40 000 Euro ist eine 88-Jährige betrogen worden. Laut Polizei hätte es sie wohl noch schlimmer getroffen, wenn nicht ein aufmerksamer Bankmitarbeiter misstrauisch geworden wäre und so weitere Geldübergaben verhindert hätte.

Telefonbetrüger hatten ihr vorgegaukelt, eine Verwandte bräuchte dringend Geld: Eine Frau rief die 88-Jährige an, gab sich als ihre Nichte aus und bat sie um Geld für einen Wohnungskauf. Die Seniorin willigte ein, holte die 40 000 Euro von der Bank und übergab sie an einen fremden Mann, einen "Kurier", der der angeblichen Nichte das Geld überbringen sollte.

Betrüger stellten eine zweite Forderung

Die Betrüger versuchten, die Gelegenheit zu nutzen und der Seniorin noch mehr Geld abzupressen. Sie stellten eine zweite Forderung; wieder stimmte die Seniorin zu. Doch als sie erneut zur Bank ging, schöpfte ein Mitarbeiter Verdacht. Die Polizei wurde hinzugezogen. Sie deckte schnell auf, dass die tatsächlich existierende Nichte keinerlei Geldforderungen gestellt hatte und das Geld Betrügern in die Hände gefallen war.

Polizei bittet um Hinweise auf den Kurier

Der "Kurier" hatte sich der Seniorin bei der ersten Geldübergabe als "Herr Fischer" vorgestellt. Er ist schätzungsweise 25 Jahre alt und etwa 1,65 Meter groß. Der Seniorin zufolge hatte er eine kräftige Statur, ein eher rundliches Gesicht und dunkle, kurze Haare. Er trug ein graues Sakko, darunter ein Hemd und enge Jeans.

Die Kriminalpolizei Aalen bittet um Hinweise aus der Bevölkerung: Wer kennt eine Person, auf die diese Beschreibung des Kuriers passt? Alle Hinweise und Mitteilungen werden unter 07361/5800 entgegengenommen.


7 Tipps von der Polizei:

  1. Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt. Oft beginnt ein solches Gespräch mit "Rate mal, wer da spricht!"
  2. Legen Sie auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
  3. Wenn Sie den Anruf grundsätzlich für echt halten: Vergewissern Sie sich, ob  der Anrufer wirklich ein Verwandter ist! Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  4. Geben Sie niemals Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  5. Übergeben Sie kein Geld an unbekannte Personen.
  6. Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. 
  7. Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Angehörige sollten ihre betagteren Verwandten über diese Betrugsmöglichkeit aufklären und Verhaltenstipps absprechen. Wo nötig, sollte die jeweilige Bank in diese Maßnahmen einbezogen werden.