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Bietigheim-Bissingen: Uneinsichtiger Senior im Enzviadukt unterwegs

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© Adobestock/Gallas

Es heißt bekanntlich Alter schützt vor Torheit nicht. Das hat einmal mehr ein 90-jähriger Mann bewiesen, der sich am Dienstag (16.06.) gegen 14.30 Uhr auf das Bietigheimer Enzviadukt begeben hat. Nach bisherigem Kenntnisstand der Polizei begab sich der Senior am Haltepunkt Ellental in den Gleisbereich, um von dort aus zu Fuß zum Bahnviadukt zu gelangen. Zeugen alarmierten daraufhin die Landespolizisten. Die Beamten trafen den Rentner auf der Brücke an und brachten ihn aus dem Gefahrenbereich. Sie übergaben ihn einer Streife der Bundespolizei. Gegenüber den Beamten zeigte sich der 90-Jährige uneinsichtig und erkannte offenbar kein Fehlverhalten.

Er muss nun mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Verdachts der Vornahme einer Bahnbetriebsstörung rechnen. Für die Dauer der polizeilichen Maßnahmen musste die Bahnbrücke kurzzeitig gesperrt werden.

Aufenthalte im Gleisbereich sind lebensgefährlich

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei darauf hin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt (Der Bremsweg eines Zuges bei 100 km/h beträgt bis zu 1.000 Meter). Bahngleise dürfen nur an den hierfür bestimmten Stellen, wie z.B. Über- oder Unterführungen, überquert werden.