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Braunbär Raschid ist gestorben

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Dem alten Syrischen Braunbär Raschid war zuletzt immer stärker seine Gebrechlichkeit anzusehen. © Christine Tantschinez

Stuttgart. Raschid ist tot. Der syrische Braunbär wurde 34 Jahre alt - ein sehr betagtes Alter für einen Bären, wie die Wilhelma am Freitag mitteilt. Der Syrische Braunbär ist die kleinste Braunbären-Unterart. Ihr natürlicher Lebensraum liegt in den Bergregionen von Kaukasus und Nahem Osten. Seit 1991 lebte Raschid in der Stuttgarter Wilhelma, hatte mit seiner Partnerin Safa zweifachen Nachwuchs. Beide Bären-Sprösslinge sind längst von daheim "ausgezogen", sie leben seit 2002 in einem Tierpark im Nordosten Spaniens. 

Dann starb Bärin Safa 2016 an Darmkrebs. Seitdem lebte Raschid zwar als Witwer, aber nicht alleine auf der Anlage. Er teilte sich das Gehege mit Brillenbär Ambrose. Er bekommt nun die gesamte Fläche zu seiner Verfügung und hat damit auf seinem Alterssitz mehr Auslauf und Abwechslung. „Da Bären Einzelgänger sind, wird er sich nicht einsam fühlen, sondern das zusätzliche Terrain zu schätzen wissen“, sagt Bären-Kuratorin Ulrike Rademacher. „Wir werden ihm keinen anderen Bären mehr an die Seite stellen.“

Raschid hatte in den vergangenen Tagen äußerst schwach gewirkt. Er konnte sich nur noch unter großen Mühen bewegen und ist kaum noch aufgestanden“, sagt die Bären-Kuratorin Ulrike Rademacher. Deshalb haben ihn die Tierärzte erlöst. „Der erste Befund der Obduktion hat jetzt neben verschiedenen Altersgebrechen auch gezeigt, dass Raschid unter einer chronischen Herzerkrankung litt“.

Mit 29 Jahren ist auch Brillenbär Ambrose bereits ein Senior. „Wir müssen jetzt bereits für die Zeit danach planen“, erklärt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Da die Weltnaturschutzunion Braunbären – anders als Brillenbären – nicht als gefährdet einstuft, werden wir uns nach Ambrose auf Brillenbären konzentrieren und die Haltung von Braunbären dafür aufgeben.“ Die zwei Anlagen werden dauerhaft zusammengelegt, so dass ein junges Brillenbären-Paar den kompletten Bereich ganz für sich haben wird. Dann kann die bedrohte Art auch in der Wilhelma Nachwuchs bekommen.