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Cannstatter Wasen beginnt mit Fassanstich

Cannstatter Wasen bei Nacht
Die Lichter des Cannstatter Volksfestes über dem Cannstatter Wasen. Foto: Christoph Schmidt/Archivbild © dpa

Stuttgart. 
Eines der größten Volksfeste Deutschlands startet in Stuttgart: Traditionell soll Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) heute das erste Fass anzapfen und damit das 17-tägige Spektakel auf dem Cannstatter Wasen eröffnen. Die erste Maß Bier soll an Baden-Württembergs Vize-Ministerpräsidenten und Innenminister Thomas Strobl (CDU) gehen, der wie im vergangenen Jahr Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) vertritt.

Zwischen 3,5 und 4 Millionen Besucher werden bis zum 13. Oktober auf dem Rummel erwartet. Im vergangen Jahr, zum 200-Jährigen Jubiläum des Volksfests, waren nach Angaben des Veranstalters mehr als vier Millionen gekommen. Am 28. September 1818 hatte König Wilhelm I. von Württemberg - nach Missernten und einer Hungerkatastrophe - das erste Fest auf dem Wasen ausgerichtet, mit Pferderennen, Preisen für Viehzucht und einer Ausstellung.

Sieben große Bierzelte erwarten die Besucher in heutigen Zeiten, gut 32 000 Sitzplätze gibt es auf dem gesamten Gelände. Die Maß kostet diesmal zwischen 10,80 Euro und 11,20 Euro - ein neuer Preisrekord. Die schnellste Attraktion ist ein Karussell mit dem Namen "Apollo 12" und kommt auf 120 Stundenkilometer, die höchste - ein Freifallturm - auf 85 Meter. Insgesamt kommen rund 141 Schaustellerbetriebe zusammen.

Das größte Volksfest der Welt - das Oktoberfest in München, zu dem meist sechs Millionen Gäste kommen - startete bereits am vergangenen Samstag. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) brauchte nur zwei Schläge am Fass. Beim Amtskollegen in Stuttgart waren es vergangenes Jahr vier gewesen.

Anders als beim Oktoberfest in München werden in Stuttgart in diesem Jahr keine Verbotszonen für Elektro-Scooter um den Wasen herum eingerichtet. "Davon haben wir ja noch nicht so viele", sagte Jörg Schieber, der Leiter des Cannstatter Polizeireviers. Natürlich würden sie aber bei den geplanten Verkehrskontrollen berücksichtigt. Mehr als 60 Fahrer von E-Tretrollern wurden an den ersten Wiesntagen alkoholisiert erwischt und müssen ihren Führerschein abgeben, lautete eine Meldung der Münchner Polizei von Anfang der Woche.