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Corona: Stuttgart rechnet mit mehr Briefwählern bei OB-Wahl

Ein Mann geht die Treppen vor dem Rathaus Stuttgart hinab
Ein Mann geht die Treppen vor dem Rathaus Stuttgart hinab. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © Sebastian Gollnow

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Stadt Stuttgart rechnet wegen der Corona-Pandemie mit deutlich mehr Briefwählern bei der Oberbürgermeister-Wahl im November. Sie ändert deshalb nach Angaben der «Stuttgarter Zeitung» ihre Wahlbezirke und reduziert die Zahl der Wahllokale. Das aufwendige Verfahren gelte als Pilotprojekt für die Landtags- und Bundestagswahlen im kommenden Jahr, berichtet die Zeitung am Freitag und zitiert Ordnungsbürgermeister Martin Schairer (CDU) sowie den Leiter des Statistischen Amts, Thomas Schwarz. Beide gingen davon aus, dass sich bei der OB-Abstimmung die Zahl der Briefwähler im Vergleich zur letzten Kommunalwahl von einem Drittel auf 50 Prozent erhöhen könnte.

Dann allerdings würden viele der bislang etablierten Säle für die Auszählung zu klein sein, weil die Corona-Verordnung Abstandsregeln vorgibt. Deshalb werde dezentralisiert und komprimiert, berichtet die Zeitung. Jedem Wahllokal werde ein Briefwahlbezirk zugeordnet, in den bei der Wahl am 8. November die vorsortierten Briefwahlunterlagen gebracht und separat ausgezählt würden. Die Zahl der Wahllokale werde von 350 auf 261 verringert.

Bislang treten zwölf Kandidaten an, um die Nachfolge von OB Fritz Kuhn (Grüne) zu übernehmen. Das amtierende Stadtoberhaupt hatte im Januar überraschend erklärt, nicht für eine zweite Amtszeit antreten zu wollen.