Stuttgart & Region

Deutlich weniger Straftaten in Stuttgart

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Symbolbild. © ZVW/Gabriel Habermann
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Gesamtkriminalität und Wohnungseinbrüche.

Stuttgart. Die Zahl der registrierten Straftaten in Stuttgart ist mit 54.255 im Vergleich zum Vorjahr (58.868) erneut deutlich gesunken - niedrigster Wert seit mehr als zehn Jahren.

Bei der Vorstellung der Kriminalstatistik am Donnerstag gab Polizeipräsident Franz Lutz bekannt, dass Stuttgart erneut, wie schon seit Jahren, eine der sichersten Großstädte Deutschlands ist. "Unsere Beamtinnen und Beamten leisten Tag für Tag hervorragende Arbeit, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger auf einem hohen Niveau zu halten" so Polizeipräsident Franz Lutz. Bei der Aufklärung nimmt die Stuttgarter Polizei im bundesweiten Vergleich einen der vordersten Plätze ein und liegt sogar deutlich über der landesweiten Aufklärungsquote. 

Handlungsschwerpunkt: Bekämpfung des Wohnungseinbruchs

Die Stuttgarter Polizei stellt sich der sehr großen Aufgabe, Wohnungseinbrüche noch weiter zurückzudrängen. Der Rückgang zum Vorjahr um erneut 3,4 Prozent und die annähernde Halbierung der Fallzahlen in den vergangenen drei Jahren ist in der Gesamtschau ein Erfolg, obwohl jeder von einem Einbruch heimgesuchte Bewohner sehr betroffen ist. Die Menschen sind durch die Präventionsarbeit und Aufklärungskampagnen insgesamt bei diesem Thema sensibler geworden. "Neue Konzepte, starke Präsenz, intensive Überwachungsmaßnahmen sowie konsequente Ermittlungen und Prävention sind unser Erfolgsrezept", so Polizeivizepräsident Norbert Walz am Donnerstag. Die Stuttgarter Polizei ist für jeden Hinweis aus der Bevölkerung, auch wenn er noch so unbedeutend erscheint, dankbar, denn er ist wichtig und hilft im Kampf gegen Wohnungseinbrecherbanden und Trickbetrüger.

Die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs stellt nach wie vor einen der zentralen Handlungsschwerpunkte der Stuttgarter Polizei dar. Die Ermittler legen dabei allergrößten Wert auf akribische Tatortarbeit der Spurensicherer die einen Teil des Erfolgs des vergangenen Jahres ausmacht. "Investitionen des Polizeipräsidiums Stuttgart in die Sicherheit dieser Stadt zahlen sich aus" sagte Franz Lutz in der Pressekonferenz.

Enkeltrick, falsche Polizisten und Angriffe auf die Beamten

Die Folgen des Trickbetrugs durch falsche Polizeibeamte und des sogenannten Enkeltricks konnte durch intensive Aufklärungsarbeit, auch in Zusammenarbeit mit den Medien, eingedämmt werden. Mittlerweile gelingt es den Straftätern bis auf Ausnahmen kaum mehr, Senioren um ihr Hab und Gut zu bringen. "Aber man wundert sich durchaus, welch hohe Summen an Bargeld oder auch Schmuckwerte die Menschen offenbar auch zu Hause lagern." Auch die Anzahl der Taschendiebstähle, die der vorsätzlichen leichten Körperverletzung und damit der Straßenkriminalität und der Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum gingen zurück.

Die Angriffe auf Polizeibeamte bewegen sich nach wie vor auf einem hohen Niveau und werden konsequent verfolgt. "Respektloses Verhalten und Angriffe gegenüber Polizeibeamten oder anderen Amtsträgern, die in unserem Rechtsstaat nichts anderes tun, als geltende Gesetze und Verordnungen durchzusetzen und damit die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrechterhalten, dürfen wir nicht dulden", sagte Franz Lutz am Donnerstag.


Die polizeiliche Kriminalitätsstatistik 2017 sowie Statistiken der vergangenen Jahre finden sie auf der Website des Polizeipräsidiums Stuttgart.

Hier geht es zur Kriminalitätsstatistik für den Rems-Murr-Kreis.