Stuttgart & Region

Erste Plädoyers im Mordprozess gegen Raser erwartet

Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild © dpa

Stuttgart.
Nach den letzten Zeugenaussagen will die Staatsanwaltschaft heute im Mordprozess um einen Autounfall mit zwei Toten in Stuttgart plädieren. Auch die Plädoyers eines Anwalts der Nebenklage werden im Prozess gegen einen jungen Raser erwartet.

Der mittlerweile 21-Jährige aus Stuttgart wird beschuldigt, an einem Abend im vergangenen März die Kontrolle über seinen gemieteten Sportwagen verloren und mit dem Auto einen Kleinwagen gerammt zu haben. Vor dem Crash hatte der PS-starke Mietwagen des Deutschen den Angaben zufolge bis zu 165 Kilometer pro Stunde auf dem Tacho. Es ist die erste Mordanklage nach einem Raser-Unfall in Baden-Württemberg.

In den Trümmern des Kleinwagens waren ein 25 Jahre alter Fahrer aus Nordrhein-Westfalen und seine 22 Jahre alte Freundin ums Leben gekommen. Der Sportwagenfahrer und sein Beifahrer blieben unverletzt.

Die Anwälte werden sich am Montag ebenso in nichtöffentlicher Sitzung äußern wie dies beim Auftritt der Verteidigung eine Woche später geplant ist. Denn gesetzlich dürfen Plädoyers nicht öffentlich gehalten werden, falls die Öffentlichkeit bereits bei einem Teil der Verhandlung ausgeschlossen gewesen ist. Das gilt nach Angaben des Landgerichts auch für das letzte Wort des Angeklagten. Mit einem Urteil wird am 15. November gerechnet.