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Falsche Polizeibeamte erbeuten Gold- und Silbermünzen

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife
Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild © Lino Mirgeler

Heilbronn (dpa/lsw) - Wieder einmal ist es sogenannten falschen Polizisten gelungen, einen Senior übers Ohr zu hauen. Diesmal erbeuteten Kriminelle mit dieser Masche von einem 80-Jährigen Heilbronner Gold- und Silbermünzen im Wert von rund 20 000 Euro. Wie die Polizei am Montag mitteilte, rief ein Unbekannter den Mann am Dienstag vergangener Woche an und gab sich als Beamter der Kriminalpolizei aus. Er erzählte eine Geschichte von einem angeblichen Raubüberfall und der Festnahme eines Tatverdächtigen, der die Adresse des Angerufenen bei sich hatte. Der 80-Jährige fasste Vertrauen und erzählte von seiner Münzsammlung. Der Betrüger brachte den Mann dazu, die Münzen aus dem Schließfach einer Bank zu holen und in einer Tasche an einem vereinbarten Ort zu hinterlegen.

Die Münzen sollten dabei als Lockmittel verwendet werden und nach der Festnahme der vermeintlichen Räuber an den 80-Jährigen zurückgegeben werden. Die Tasche war am nächsten Tag jedoch verschwunden. Letzte Woche erwischte es eine 71-Jährige aus dem Main-Tauber Kreis. Sie verlor Goldmünzen im Wert von etwa 100 000 Euro. Auch bundesweit ist diese Masche ein Phänomen.