Stuttgart & Region

Freundin zum Geschlechtsverkehr gezwungen?

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Symbolbild. © Ramona Adolf

Stuttgart.
Einem 38-jährigen Griechen wird zur Last gelegt, in der Nacht auf den 8. Oktober 2016 eine Freundin in seiner Wohnung im Rems-Murr-Kreis zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben. Das Landgericht Stuttgart hat seit Freitag darüber zu urteilen.

Vergewaltigung nach Discothek-Besuch

Laut Anklageschrift habe der mutmaßliche Täter am Abend des 7. Oktober die mutmaßliche Geschädigte nachts gegen vier Uhr, nachdem er eine Diskothek in Bad Cannstatt verlassen hatte, dazu überredet, mit ihm und zwei weiteren Freunden noch ein alkoholisches Getränk in der Bar „Reload“ einzunehmen.

Diese habe eingewilligt und sei anschließend mit ihm zu seiner Wohnung im Rems-Murr-Kreis gefahren. Dort soll er sie gegen ihren Willen zunächst geküsst und dann vergewaltigt haben. Der Angeklagte und die mutmaßlich Geschädigte seien schon seit mehreren Jahren befreundet gewesen.

Vorwurf der Vergewaltigung als Vertuschung?

Der Angeklagte behauptet, der Geschlechtsverkehr sei in gegenseitigem Einverständnis zustande gekommen. Erst hinterher sei ihm wegen einer SMS auf dem Handy der mutmaßlich Geschädigten aufgefallen, dass sie auch mit seinem Neffen in Kontakt stehe und Geschlechtsverkehr mit diesem gehabt habe. Daraufhin habe er ihr gedroht, ihre vielen sexuellen Kontakte zu anderen Männern auffliegen zu lassen. Um dies zu vertuschen, habe sie ihm die Vergewaltigung vorgeworfen.

Weitere Verhandlungen finden am 23. März, 30. März und 7. April statt.