Stuttgart & Region

Großaufgebot der Polizei bei Gerichtsverhandlung

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Symbolbild. © Ramona Adolf

Stuttgart.
Im Rahmen einer Gerichtsverhandlung am Landgericht Stuttgart waren am Dienstag bis zu 100 Polizeibeamte im Einsatz. Bereits im Vorfeld musste damit gerechnet werden, dass es im Zusammenhang mit der Verhandlung zu möglichen Auseinandersetzungen zwischen den Gruppierungen „Osmanen Germania BC" und „Red Legion" kommen kann.

Zwei Personen festgenommen

Um einen störungsfreien Verlauf der Gerichtsverhandlung zu gewährleisten, war die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort. Während der Verhandlung und in den Verhandlungspausen kam es immer wieder zu Provokationen seitens der Besuchergruppen. Die Polizei registrierte bislang eine versuchte Körperverletzung und Beleidigungen, unter anderem auch gegen Polizisten. Zwei Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Bandenkrieg zwischen „Osmanen Germania BC" und „Red Legion"

Seit Dienstag steht ein Mitglied der Gruppierung „Osmanen Germania BC" vor Gericht. Dem 25-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, am 20.04.2016 gemeinsam mit mindestens zwei weiteren Personen in Stuttgart-Stammheim einen Anhänger einer rivalisierenden Gruppierung angegriffen zu haben. Die Gruppe um den Angeklagten soll den Geschädigten mit einem Messer, einem Baseballschläger, einem Teleskopschlagstock sowie mit Tritten unter anderem gegen den Kopf verletzt haben, so dass dieser stationär im Krankenhaus behandelt werden musste.