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Hat sich 22-Jähriger als Polizist ausgegeben?

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Die Polizei hielt den Autofahrer an (Symbolfoto). © Benjamin Büttner

Ludwigsburg/Pforzheim. Die Polizei vermutet, dass sich ein 22-Jähriger als Polizist ausgegeben hat. Im Fahrzeug des jungen Mannes wurden mehrere Hinweise auf einen möglichen Betrug gefunden, darunter eine Schreckschusspistole und ein mobiles Blaulicht.

Der Wagen mit Ludwigsburger Kennzeichen war einer Streifenbesatzung des Polizeireviers Pforzheim vor einem Pforzheimer Schwimmbad aufgefallen. Auf der Rückbank lag ein blauer Anorak mit Leuchtstreifen, der der Polizeidienstkleidung sehr ähnlich sieht. Im Fahrzeug wurden mehrere technische Einrichtungen festgestellt, die zum Anhalten anderer Verkehrsteilnehmer genutzt werden können. Auf der Hutablage war zum Beispiel ein Leuchtbalken montiert, der über einen Schalter mit dem Zigarettenanzünder verbunden war. An der Sonnenblende der Beifahrerseite entdeckten die Polizisten ein LED-Leuchtschriftmodul.

Blaulicht und Schreckschusswaffe entdeckt

Im Kofferraum des unverschlossenen BMW fanden sie außerdem zwei LED-Lichter, die blaues Blinklicht in verschiedenen Intervallen imitieren und mit Magneten auf dem Dach befestigt werden können. Im Handschuhfach famdem sie schließlich eine Schreckschusspistole samt Munition und Schnellziehholster.

Nachdem die Polizisten den BMW sicherstellten, meldete sich der aus Leonberg stammende 22-jährige Besitzer. Laut Polizeibericht zeigte er ein sehr starkes Interesse am Polizeiberuf, sei aber aber nach seinen Angaben bislang noch nicht als falscher Polizist aufgetreten.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, denen der graue Dreier-BMW mit Ludwigsburger Kennzeichen aufgefallen ist oder die von dem Fahrer tatsächlich "kontrolliert" wurden. Hinweise nimmt das Polizeirevier Pforzheim-Nord unter der Telefonnummer 07231/186-3211 entgegen.