Stuttgart & Region

Hick-Hack um Diesel-Demos

Dieselfahrverbot
Wenn Auto- und Lkw-Fahrer hinter dem Kappelbergtunnel das Warnschild lesen, ist es bereits zu spät: Seit 1. Januar dürfen alte Diesel nicht mehr nach Stuttgart. © Palmizi/ZVW

Stuttgart. Am Samstag findet bereits die dritte Demo gegen das Diesel-Fahrverbot in Stuttgart statt. Erst rief die AfD zu der Kundgebung auf, daraufhin meldete ein linkes Bündnis eine Gegendemo an und schließlich zogen sich die beiden Seiten wieder zurück. Die Demonstration wurde schließlich vom bisherigen Initiator angemeldet.

Ein Hin- und Her lieferten sich einige Akteure hinsichtlich der geplanten Diesel-Demo am Samstag. Nachdem die erst und zweite Demo von dem jungen Porsche-Mitarbeiter Joannis Sakkaros angemeldet worden war, meldete der ehemalig Stadtrat der AfD, Heinrich Fiechtner, die dritte Demo an. Linke fürchteten um eine "Vereinnahmung" der AfD und meldeten eine Gegendemonstration unter dem Motto "Die AfD ist nicht die Lösung" an. Schließlich übernahm der ursprüngliche Initiator Sakkaros wieder das Ruder und ist nun der offizielle Organisator und Anmelder.

Inzwischen ruft die AfD Stuttgart sogar aktiv dazu auf, nicht zur Diesel-Demo zu gehen. Sie fürchtet, die Antifa könnte Angriffe auf Demo-Teilnehmer verüben. Doch nun hat sich auch das linke Bündnis wieder zurückgezogen und seine Gegendemo abgesagt. Auf ihrer Facebook-Seite schreiben sie: "Mit dem Rückzieher der AfD entfällt der Anlass für unsere am Samstag geplante Kundgebung in der Nähe des Neckartors".

Die Diesel-Demo wurde lediglich in die Innenstadt verlegt und findet nicht wie beim letzten Mal beim Neckartor statt. Zur letzten Demo waren 700 Teilnehmer gekommen, am Samstag rechnen die Gegner des Fahrverbotes, laut verschiedener Medienberichte, mit mehr Teilnehmern als bisher.