Stuttgart & Region

Hunderte Polizisten im Einsatz: AfD-Kundgebung verlief trotz Gegendemonstration offenbar friedlich

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Symbolbild. © Pixabay (CC0 Public Domain)
Die AfD demonstrierte in Stuttgart gegen die Corona-Beschränkungen - trotz eines ursprünglichen Verbots. Mehrere hundert Polizeibeamte waren einer Polizeimeldung zufolge am Sonntag (24.05.2020) in der Stuttgarter Innenstadt im Einsatz.
Ab 13.00 Uhr versammelten sich demnach Teilnehmer der angekündigten Kundgebung der Alternativen für Deutschland (AfD), um für den "Schutz der Grundrechte in Zeiten von Corona" auf dem Schillerplatz zu demonstrieren. Die AfD-Demonstration verlief der Polizei zufolge trotz zahlreicher lautstarker Gegendemonstranten friedlich (Stand der Polizeimeldung: 24.5.2020 15 Uhr).
Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) hatte zuvor einer Beschwerde der AfD gegen das Verbot der Stadt Stuttgart gegen die Demonstration in Teilen stattgegeben. Sie fand daher unter strengen Auflagen statt. Unter anderem durften nur bis zu 100 Menschen teilnehmen. 
Die Polizei zeigte nach eigenen Angaben zum Schutz der AfD-Demonstration mit geschützten Hundertschaften, Reitern und Wasserwerfern starke Präsenz.
Gegen die AfD-Kundgebung versammelten sich gegen 12.30 Uhr Gegendemonstranten unter dem Motto "Einsatz für Grundrechte - aber ohne rechts - kein Platz für die AfD" auf dem Marktplatz, die - wie die Polizei mitteilte - dem linken Spektrum zuzuordnen seien. Gegen 13.20 Uhr formierten die Gegendemonstranten einen Spontanaufzug, der vom Markplatz über den Charlottenplatz in Richtung Planie führte. Vorübergehend blockierten dabei dem Polizeibericht zufolge mehr als 200 Menschen den Planie-Tunnel. An einer Polizeiabsperrung am Schillerplatz sollen mehrere Gegendemonstranten Polizisten beleidigt haben. Die Personalien von drei Verdächtigen wurden aufgenommen.