Stuttgart & Region

Kaudrogen geschmuggelt

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Das am Stuttgarter Flughafen beschlagnahmte Khat. © Sarah Utz

Stuttgart. Zum dritten Mal innerhalb von kaum mehr als einer Woche, entdeckten Zollbeamte kiloweise Kaudrogen im Gepäck von Flugreisenden. Am Montag wurden die Beamten am Stuttgarter Flughafen fündig.

Knapp 36 Kilogramm der Kaudroge Khat sind am Dienstag bei einem Reisenden entdeckt worden. Der 24-Jährige Litauer war aus Kenia kommend über Amsterdam nach Stuttgart geflogen und wollte die Gepäckausgabe durch den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren verlassen. Hierbei wurde er von den Beamten angesprochen und zur Gepäckkontrolle gebeten.

Der Balte erklärte den Zöllnern, er könne die Koffer nicht öffnen, da er nicht über die Schlüssel der Vorhängeschlösser an den Reißverschlüssen verfüge. Nachdem sich der Zoll dafür entschieden hatte, die Schlösser gewaltsam zu öffnen, kamen die frischen Bündel der Kaudroge zum Vorschein. Der Mann gab bei der Vernehmung an, die Schmuggelware in Nairobi für 150 Euro erworben zu haben. Das Khat wurde beschlagnahmt und gegen den Mann wurde ein Verfahren wegen Betäubungsmittelschmuggel eingeleitet.

Nach der Sicherstellung von 45 Kilogramm der Kaudroge am Münchner Flughafen sowie 37 Kilogramm Khatblättern am Flughafen in Bremen ist der Khat-Aufgriff in Stuttgart bereits der dritte Fall innerhalb von etwas mehr als einer Woche.

Kath ist eine Alltagsdroge im Jemen sowie in Äthiopien, in Somalia, im Norden Kenias und in Dschibuti. Es handelt sich dabei um die Zweigspitzen und jungen Blätter des Kathstrauchs, die als leichtes Rauschmittel konsumiert werden. Von ihrer anregenden Wirkung her soll sie vergleichbar mit Coffein sein.