Stuttgart & Region

Kreis Böblingen: Europaweit agierende Rauschgifthändler festgenommen

Drogendeal
Symbolfoto. © ZVW/Alexandra Palmizi

In zwei groß angelegten Durchsuchungs- und Festnahmeaktionen am 12. und 18. November haben mehrmonatige Ermittlungen gegen eine Gruppe von Rauschgifthändlern um einen 42-jährigen Montenegriner aus dem Kreis Böblingen ergeben, dass die Tatverdächtigen mit Drogen und gefälschten Impfdokumenten gehandelt haben.

Drogen aus den Niederlanden, Montenegro, Slowenien und Spanien 

Wie die Polizei mitteilte, stehen die Beschuldigten im Verdacht große Mengen Marihuana, Haschisch und Kokain verkauft zu haben. Diese sollen vornehmlich aus den Niederlanden, Montenegro, Slowenien und Spanien nach Deutschland geschmuggelt worden sein. Bei den beiden Aktionen wurde der mutmaßliche Organisator und sieben weitere Tatverdächtige festgenommen. Sie befinden sich seither in Haft.

Bereits im April hatten sich die Hinweise für die Ermittler durch die Festnahme eines mutmaßlichen Kuriers verdichtet. Dieser wurde an der österreichischen Grenze kontrolliert. In dem Fahrzeug entdeckten die Beamten ein professionelles Schmuggelversteck. Neben rund 80.000 Euro stellten sie eine scharfe Schusswaffe und mehrere abhörsichere Mobiltelefone sicher.

Sicherstellung von mutmaßlichem Drogengeld, Uhren und Schmuck

Der 42-jährige Montenegriner soll die Rauschgiftlieferungen organisiert und den Zahlungsverkehr abgewickelt haben, während die Drogen über die Werkstatt eines 34-jährigen Kroaten im Kreis Böblingen sowie über einen 23-jährigen Deutschen und einen 36-jährigen Italiener aus dem Kreis Ludwigsburg weiterverkauft worden sein sollen.

Nachdem die Rauschgiftfahnder Kenntnis von einer anstehenden Lieferung erhalten hatten, schlugen sie am 12. November mit Unterstützung eines mobilen Einsatzkommandos in der Werkstatt des 34-Jährigen zu. Neben dem Werkstattbetreiber nahmen sie zwei seiner Mitarbeiter und zwei Drogenkuriere fest und stellten 35 Kilo Marihuana, 10 Kilo Haschisch sowie 800 Gramm Kokain und 2.500 Euro Bargeld sicher. In der Wohnung des 34-Jährigen fanden sie weitere 20.000 Euro. Im Zusammenhang mit dieser Aktion wurde auch der 42-jährige Montenegriner festgenommen. Die Durchsuchung der Wohnung führte zur Sicherstellung von 66.000 Euro mutmaßlichem Drogengeld, hochwertiger Uhren und Schmuck. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart wurden die sechs festgenommenen Männer am Folgetag einem Haftrichter vorgeführt, der die beantragten Haftbefehle in Vollzug setzte und sie in Justizvollzugsanstalten einwies.

Tatverdächtige sollen auch mit gefälschten Impfpässen gehandelt haben

Am 18. November durchsuchten die Ermittler auf richterlichen Beschluss die Wohnungen der beiden mutmaßlichen Verkäufer aus dem Kreis Ludwigsburg und drei weiterer Tatverdächtiger. Neben insgesamt 48.000 Euro stellten sie bei dem 36-Jährigen ein Fahrzeug im sechsstelligen Wert und eine nicht geringe Menge Testosteron sicher. Die beiden mutmaßlichen Verkäufer befinden sich seither ebenfalls in Haft.

Wie die polizeilichen Ermittlungen darüber hinaus ergaben, sollen die Tatverdächtigen nicht nur mit Drogen gehandelt, sondern sich mit dem Handel von gefälschten Impfdokumenten eine weitere illegale Einnahmequelle erschlossen haben.

In zwei groß angelegten Durchsuchungs- und Festnahmeaktionen am 12. und 18. November haben mehrmonatige Ermittlungen gegen eine Gruppe von Rauschgifthändlern um einen 42-jährigen Montenegriner aus dem Kreis Böblingen ergeben, dass die Tatverdächtigen mit Drogen und gefälschten Impfdokumenten gehandelt haben.

Drogen aus den Niederlanden, Montenegro, Slowenien und Spanien 

Wie die Polizei mitteilte, stehen die Beschuldigten im Verdacht große Mengen Marihuana,

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