Stuttgart & Region

Kretschmann hält Öffnung von Grundschulen und Kitas für wahrscheinlich - Entscheidung soll am Mittwoch (27.1.) fallen

Kinderbetreuung
Symbolbild. © pixabay
Die Entscheidung über die geplante Öffnung von Grundschulen und Kitas in Baden-Württemberg soll vermutlich am Mittwoch (27.1.) fallen. Das erklärte eine Sprecherin des Kultusminsteriums in Bezugnahme auf eine Äußerung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann in der Landespressekonferenz am Dienstag (26.1). Kretschmann habe die Entscheidung für morgen in Aussicht gestellt, sie könne jedoch unter Umständen auch erst am Donnerstag (28.1.) fallen.

Bund und Länder hatten sich zwar auf eine generelle Verlängerung des Lockdowns und zahlreicher Einschränkungen bis zum 14. Februar verständigt. Bei der Bildung will das Baden-Württemberg aber ebenso wie einige andere Bundesländer abweichen. Grundschulen und Kitas könnten im Südwesten bereits ab dem 1. Februar wieder schrittweise öffnen, wenn das die Infektionszahlen zulassen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann geht davon aus, dass Kitas und Grundschule im Land vom kommenden Montag an schrittweise wieder öffnen können. Das sagte er am Dienstag in Stuttgart. Die Corona-Infektionszahlen sinken seit fast drei Wochen und diese Tendenz sei belastbar. «Deswegen ist es verantwortbar das zu machen», sagte der Grünen-Politiker. Wenn nicht noch etwas Überraschendes passiere, werde man Kitas und Grundschulen im Wechselbetrieb «behutsam» wieder öffnen können. Diese sind wie die meisten weiterführenden Schulen seit dem 18. Dezember geschlossen.

Die Grundstruktur des Konzept des Kultusministeriums für die Öffnung liege vor, sagte der Regierungschef. Die Klassen würden halbiert. Es gebe keine Präsenzpflicht und die Notbetreuung sei gewährleistet. Zudem lägen hochwertige Masken für Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen vor.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen sinkt in Baden-Württemberg im Zuge des Lockdowns weiter und liegt derzeit bei 86,9. Kurz vor Weihnachten lag diese Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten bei über 200.