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Kretschmann zeigt Sympathie für Opernsanierungs-Bürgervotum

Winfried Kretschmann
Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © dpa

Stuttgart.
In der Debatte um die möglicherweise milliardenschwere Sanierung der Stuttgarter Oper lehnt Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ein Bürgervotum nicht prinzipiell ab. "Grundsätzlich ist das selbstverständlich etwas, wo die Bürger entscheiden können", sagte der Regierungschef am Dienstag in Stuttgart. Allerdings sei eine Abstimmung kompliziert, weil sowohl das Land als auch die Stadt zu den Trägern gehörten.

Eine Abstimmung hatte unter anderem die Bürgerinitiative "Aufbruch Stuttgart" gefordert. Sie wirbt vehement für den Bau einer weiteren Spielstätte und eine weniger umfangreiche Sanierung.

Nach den Plänen von Stadt und Land könnten die Sanierung der Oper und der Bau eines Übergangsgebäudes mehr als eine Milliarde Euro kosten. Die Bauarbeiten sollen fünf Jahre bis sieben Jahre dauern und nicht vor 2025 beginnen. Sanierung und Erweiterung des gut 100 Jahre alten Opernhauses sollen sich auf 740 Millionen Euro bis 960 Millionen Euro belaufen. Dazu kommen Kosten für ein Interimsgebäude, in das die Künstler während der Bauzeit ausweichen.

"Natürlich erschreckt man bei der Zahl", sagte Kretschmann zur ersten Kostenschätzung. Diese berücksichtige eine mehrjährige Bauzeit und steigende Kosten in der Branche. Die nach jahrelangem Streit und intensiver Debatte vorgelegten Pläne seien "eine gute Grundlage für eine seriöse Diskussion", warb Kretschmann um Geduld.

Auch die CDU will sich nach den Worten ihrer Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Susanne Eisenmann, erst in den kommenden Monaten positionieren. Inhaltlich wollte sie die Pläne nicht bewerten. Der Opposition im Landtag ist eine derart kostspielige Sanierung des 100 Jahre alten sogenannten Littmann-Baus dagegen zu teuer.