Stuttgart & Region

Kripo sprengt Rauschgifthändlerring: Durchsuchungen auch im Rems-Murr-Kreis

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Symbolbild. © pixabay.com (CC0 Public Domain)

Im Kampf gegen die organisierte Rauschgiftkriminalität ist Polizei und Steuerfahndung ein Erfolg gelungen. Wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei Stuttgart am Dienstag (16.11.) mitteilten, sind nach monatelang andauernden Ermittlungen acht Beschuldigte verhaftet worden. Vorausgegangen waren Durchsuchungen im ganzen Land. Unter anderem auch im Rems-Murr-Kreis.

Schwerpunkt im Stuttgarter Stadtgebiet

Ermittelt wurde zwischenzeitlich gegen 27 Personen. 600 Einsatzkräfte unter der Federführung der Kripo Stuttgart waren am Dienstag (16.11.) im Einsatz und durchsuchten 35 Objekte in Baden-Württemberg, darunter Wohn- und Geschäftsräume sowie mutmaßliche "Bunkerwohnungen" zur Lagerung von Rauschgift. 

Der Schwerpunkt der Durchsuchungsmaßnamen lag dabei im Stuttgarter Stadtgebiet. Am Einsatz waren Kräfte der Steuerfahndungsstelle, Beamte der jeweils betroffenen Polizeipräsidien, des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg sowie die Spezialkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz, unter anderem das Spezialeinsatzkommando Baden-Württemberg (SEK BW), beteiligt.

Umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt

Bei den Durchsuchungen sind rund ein Kilogramm Betäubungsmittel, insbesondere Marihuana und eine Kleinmenge Kokain, Waffen, hochpreisige Fahrzeuge, Mobiltelefone, Speichermedien, schriftliche Unterlagen und Bargeld in Höhe von knapp hundert Tausend Euro sichergestellt worden. Das beschlagnahmte umfangreiche Beweismaterial bedarf noch der weiteren Auswertung. Drei Beschuldigte wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern an.

Regelmäßige Transporte von Spanien nach Deutschland organisiert

"Die Beschuldigten stehen im Verdacht, regelmäßig Transporte mit erheblichen Mengen Marihuana und Kokain von Spanien nach Deutschland organisiert und anschließend die Umverteilung des Rauschgifts, vorrangig auf das Stuttgarter Stadtgebiet, veranlasst zu haben", heißt es in einer Pressemitteilung. Dabei sollen sie in wechselnden Besetzungen in den Jahren 2020 und 2021 unter anderem mehrere Kilogramm Kokain sowie mehrere hundert Kilogramm Marihuana angekauft und gewinnbringend weiterverkauft haben.

Verdacht von Steuerstraftaten

Des Weiteren wurde ein 39-jähriger Italiener vorläufig festgenommen, dem vorgeworfen wird, mit einer nicht geringen Menge Marihuana Handel getrieben zu haben. Dieser soll ebenfalls auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart einem Haftrichter vorgeführt werden. Gegen 13 der Beschuldigten ermittelt die Steuerfahndung ergänzend hierzu gesondert wegen des Verdachts von Steuerstraftaten. In diesem Zusammenhang vollstreckte die Steuerfahndung des Finanzamts Stuttgart II Vermögensarreste über eine Gesamtsumme von über 4,7 Millionen Euro.

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