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Leonberg: 26-Jähriger rennt nach Polizeikontrolle bekifft über die A8

Ein 26-Jähriger ist nach einer Polizeikontrolle auf der A8 am Dienstagmorgen (2.6.) gegen 4.50 Uhr zu Fuß über die Autobahn  geflüchtet. Der Mann war einer Polizeimeldung zufolge kurz vor der Anschlussstelle Leonberg-West auf einer Betriebsumfahrt von den Beamten angehalten worden, weil die Rücklichter seines Fiats Mängel aufwiesen. Als die Polizisten an den Fiat herantraten und der 26-Jährige die Fahrertür öffnete, nahmen die Beamten Marihuana-Geruch wahr. Der Fahrer gab den Marihuana-Konsum zu. Als die Beamten ihm dann die weiteren Maßnahmen erklärten, startete er seinen Fiat und wollte davon fahren. Doch ein Polizist zog den Zündschlüssel ab und versuchte, den Mann aus dem Auto zu ziehen. 


Dieser riss sich jedoch los und startete seine Flucht zu Fuß über zwei Fahrstreifen. Sein Fiat, dessen Handbremse nicht gezogen war, rollte währenddessen rückwärts in Richtung Fahrbahn, prallte gegen eine Leitplanke und blieb auf dem Standstreifen stehen.

Dort versuchte der 26-Jährige erneut  - ohne Zündschlüssel - den Fiat zu starten. Anschließend rannte er zu Fuß weiter, dieses Mal über alle vier Fahrbahnen – glücklicherweise ohne Folgen. Der 26-Jährige versteckte sich in einem Gebüsch. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf. Sie stiegen in den Streifenwagen und nutzten die Brücke der Betriebsumfahrt, um auf die gegenüberliegende Seite zu kommen.

Der Mann musste sich einer Blutentnahme unterziehen. Sein Fahrzeugschlüssel und sein Führerschein wurden beschlagnahmt. Am Fiat entstand ein Sachschaden von rund 5000 Euro. Der 26-Jährige muss nun mit einer Anzeige rechnen.