Stuttgart & Region

Lokführer zusammengeschlagen, Täter ermittelt

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Symbolbild. © pixabay.com (CC0 Public Domain)

Stuttgart/Dettingen/Teck. Beamte der Bundespolizei in Stuttgart haben einen 31-jährigen türkischen Staatsangehörigen ermittelt, der im Verdacht steht, am frühen Morgen des 25.09.2017 am Bahnhof Oberlenningen den Lokführer einer Regionalbahn brutal zusammengeschlagen zu haben.

Der 51-jährige Lokführer der Teckbahn wurde krankenhausreif geschlagen. Nach dem flüchtigen Täter wurde gefahndet. Nun konnte er identifiziert und wegen gefährlicher Körperverletzung zur Verantwortung gezogen werden. Eine Zivilstreife des Polizeireviers Kirchheim/Teck nahm den 31-Jährigen schließlich am Freitag (27.10.2017) im Bereich der elterlichen Wohnanschrift in Dettingen/Teck vorläufig fest.

Mit Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart führten ihn die Beamten der Bundespolizei am nächsten Tag dem zuständigen Haftrichter vor, der den Untersuchungshaftbefehl erließ und in Vollzug setzte. Sie verbrachten den Mann im Anschluss in ein Gefängnis.

Nach Angaben der Polizei war der Täter am Morgen des 25. September kurz vor 5.30 Uhr in die Teckbahn am Hauptbahnhof in Kirchheim eingestiegen. Der Lokführer hielt kurze Zeit später planmäßig in Dettingen an und gab die Türen frei. Nachdem er ein optisches Signal erhalten hatte, dass jemand ausgestiegen war, schloss er die Türen und fuhr weiter. Unmittelbar nach dem Losfahren schlug der Fahrgast mit den Fäusten gegen die verschlossene Tür des Führerstandes und beleidigte den 51-Jährigen auf Übelste. Er warf ihm vor, er hätte ihn nicht aussteigen lassen. Nach einem Halt in Owen hielt die Regionalbahn gegen 5.40 Uhr am Zielbahnhof in Oberlenningen. Dort musste der Fahrer seinen Führerstand verlassen, um für die Rückfahrt auf die andere Seite des Zuges zu gehen. Hierbei folgte ihm der Mann, fing mit ihm zu diskutieren an und packte ihn an der Schulter. Der 51-Jährige verbat sich dies und versuchte, beruhigend auf den Aufgebrachten einzuwirken. Als er vom ersten Wagen aus den anderen Führerstand erreichte, wurde er noch vor dem Aufschließen von dem Unbekannten kräftig von hinten gestoßen. Der Lokführer stürzte dadurch zwischen zwei Sitzreihen. Als er sich umdrehte, bekam er einen heftigen Faustschlag versetzt. Anschließend trat der Täter mehrfach mit dem Fuß gegen den Kopf des am Boden Liegenden. Hierbei erlitt der 51 -Jährige so schwere Verletzungen, dass er in eine Klinik musste und nicht mehr dienstfähig war.