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Mann attackiert mehrere Menschen und springt vom Dach: Großeinsatz der Polizei in Bad Cannstatt

Polizeieinsatz in der Beskidenstraße in Bad Cannstatt
Der Tatverdächtige soll die Polizisten mit Dachziegeln beworfen haben. © Benjamin Beytekin

Am Samstagabend (21.11.) kam es um kurz nach 19 Uhr in der Beskidenstraße in Bad Cannstatt zu einem Großeinsatz der Polizei. Dabei wurden insgesamt sechs Personen verletzt. 

Wie die Polizei am Sonntag (22.11.) berichtet, wollte eine 29-Jährige Frau mit ihren beiden Kindern gegen 19 Uhr nach einem Besuch das Mehrfamilienhaus in der Beskidenstraße verlassen, als sie im Treppenhaus auf den 33-jährigen Tatverdächtigen traf. Dieser soll die 29-Jährige unvermittelt mit einem Messer bedroht und auf sie eingeschlagen haben. Ein 49-jähriger Nachbar eilte der Frau zuhilfe, woraufhin der 33-Jährige auch ihn attackiert haben soll. Daraufhin flüchteten der Nachbar und die 29-Jährige mit den Kindern in mehrere Wohnungen und verständigten die Polizei.

Als die Polizisten eintrafen, befand sich der 33-Jährige wieder in seiner Wohnung. Er öffnete mehrmals kurz die Wohnungstür und bedrohte die Beamten mit einem Messer. Die Einsatzkräfte gaben daraufhin einen Schuss ab und brachen die Tür auf. Der Mann flüchtete indes auf das Dach des Mehrfamilienhauses und warf von dort aus mit Dachziegeln. Er soll dabei auch versucht haben, die Polizisten am Boden zu treffen. Mutmaßlich sprang er letztlich etwa zehn Meter in die Tiefe. Dabei erlitt er schwere Verletzungen.

Rettungskräfte leisteten die Erstversorgung für den 33-Jährigen und den 49-jährigen Nachbarn und brachten beide in eine Klinik. Die 29-jährige Frau und drei Polizisten erlitten leichte Verletzungen. Die beiden Kinder blieben unverletzt. 

Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt. Neben mehreren Einsatzfahrzeugen war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz. 

Anmerkung der Redaktion: In der ursprünglichen Fassung des Artikels vom Samstag (21.11., 20.16 Uhr) war von einer Hubschrauber-Fahndung und "Schüssen" die Rede gewesen. Dies hat sich inzwischen als nicht korrekt herausgestellt.