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Mann fordert Polizisten in Heubach auf, ihn zu erschießen

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Symbolbild. © Ramona Adolf

Heubach. Am Donnerstagabend hat ein Mann im Ostalbkreis Polizisten mit einer Waffe bedroht - und sie währenddessen aufgefordert, ihn zu erschießen. Am Ende behielten die Beamten die Ruhe und konnten die Situation klären.

Polizisten des Gmünder Polizeireviers mussten am Donnerstagabend einen Einsatz in Heubach bewältigen, der hätte dramatisch enden können. "Es gab keine Verletzten, obwohl es im schlimmsten Fall auch einen Toten hätte geben können", heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei vom Freitagnachmittag.

Was war passiert?

Laut Polizei rückten mehrere Streifenbesatzungen gegen 20 Uhr in die Grabenstraße aus, nachdem dort gegen 20 Uhr in der Nähe einer Kirche ein Mann mit einer Schusswaffe gemeldet worden war. Vor Ort angekommen, stießen vier der eingesetzten Polizisten auf einen 27-jährigen Mann, der sie sofort mit einer Schusswaffe bedrohte. Nach und nach richtete er die Pistole auf die einzelnen Beamten und forderte sie dabei auf, ihn zu erschießen. Zeitweise richtete er die Waffe auch gegen sich selbst.

Trotz der bedrohlichen Situation machten die Polizisten nicht von ihren Schusswaffen Gebrauch. Obwohl er die Pistolenmündung auf sich gerichtet sah, redete einer der Polizisten über mehrere Minuten hinweg beruhigend auf den Mann ein. Letztlich konnte er den 27-Jährigen dazu bewegen, die Pistole wegzulegen.

Überraschende Wendung

Wie sich später herausstellte, war es der Mann selbst, der die Polizei gerufen hatte. Er befand sich in einem psychischen Ausnahmezustand und wurde in eine Fachklinik eingeliefert.

Bei der Waffe, die der Mann dabei hatte, handelt es sich um eine Druckluftwaffe, für deren Führen in der Öffentlichkeit ein Waffenschein erforderlich wäre. Strafrechtliche Ermittlungen wurden laut Polizei eingeleitet.