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Maskierter Junge löst Polizeieinsatz aus

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Symbolbild. © zvw

Filderstadt / Kreis Esslingen. Für reichlich Aufsehen hat am Dienstagnachmittag eine bewaffnete Person im Ortsteil Bonlanden gesorgt, die mit Tarnkleidung, Oberschenkelholster und einer Sturmhaube maskiert umhergelaufen ist.

Kurz nach 16.30 Uhr ging bei der Polizei die Mitteilung ein, dass ein Mann mit einer Waffe auf einem Feldweg in Richtung B 27 unterwegs sei. Dieser trage einen neongrünen Rucksack und eine Sturmhaube. Sofort rückten mehrere Streifenwagen an. Kurze Zeit später konnte der Gesuchte in einem nahegelegenen Wohngebiet entdeckt werden. Er war zu dem Zeitpunkt immer noch maskiert und hatte eine schwarze Pistole in der Hand. Nach dem Ansprechen durch die Beamten stellte sich heraus, dass es sich um einen 13-jährigen Jungen handelte. In seinem Rucksack hatte er noch eine zweite Pistole dabei.

Bei den beiden Pistolen handelt es sich um sogenannte Anscheinswaffen, deren Führen in der Öffentlichkeit verboten ist. Der Junge wurde anschließend seinen Eltern überstellt. Allen wurde eindringlich die Gefährlichkeit seines Tuns erklärt. Gerade Kinder und Jugendliche und leider auch viele Eltern bedenken nicht, dass die Waffen aus der Ferne nicht von echten Waffen zu unterscheiden sind und ein Auftreten in der Öffentlichkeit Angst und Schrecken verbreitet. Im Falle eines polizeilichen Einsatzes kann es hier zu gefährlichen Situationen, im äußersten Fall zu einem möglichen Schusswaffengebrauch durch Polizeibeamte kommen. Die beiden Pistolen wurden mit Einverständnis der Eltern durch die Beamten sichergestellt.