Stuttgart & Region

Mehr als 30 Mängel an völlig überladenem Transporter

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Der Transporter wog mehr als eine Tonne zu viel. © Ramona Adolf
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Mit Schraubenziehern wurde die Heckklappe "gesichert".

Sindelfingen. Die Polizei hat am Montagmorgen (01.04.) bei Sindelfingen einen bulgarischen Transporter aus dem Verkehr gezogen. In dem völlig überladenen Fahrzeug hatten zwei nicht gesicherte Kleinkinder gesessen. Außerdem wurden mehr als 30 zum Teil erhebliche Sicherheitsmängel entdeckt.

Polizisten der Verkehrspolizeidirektion Ludwigsburg hatten den Transporter gegen 7.30 Uhr auf der Rastanlage "Sindelfinger Wald" kontrolliert. Der Transporter, der in Richtung München unterwegs gewesen war, hatte zwei Kinder an Bord, die nicht ordnungsgemäß gesichert waren. Da die Polizisten befürchteten, dass das Fahrzeug verkehrsunsicher und überladen war, begleiteten sie den Transporter zu einer Prüfstelle. Es wurde festgestellt, dass bei dem Wagen das zulässige Gewicht von 3,5 Tonnen um mehr als eine Tonne überschritten worden war. Außerdem fanden die Prüfer weitere 33 Mängel. Besonders auffällig war die kreative Sicherung der Hecktüren. Der 49 Jahre alte Fahrer hatte einfach Schraubenzieher in die Vorrichtung gesteckt.

Im Bereich der Achsen fanden die Polizisten eingeklemmte Holzscheite. Diese sollten offenbar dazu dienen, das enorme Gewicht des Fahrzeugs zu halten. Die Federn hatten bereits nachgegeben. Der Fahrer, der keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, musste eine Sicherheitsleistung bezahlen. Ihm wurde außerdem die Weiterfahrt untersagt.