Stuttgart & Region

Mehr als 300 extravagante Schmetterlinge

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Für Falter attraktive Pflanzen sorgen dafür, dass sich die Schmetterlinge gut beobachten lassen. © Keziban Bitek
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Blaue Segler gehören zu den rund 300 Neuankömmlingen in gut zwei Dutzend Arten. © Keziban Bitek
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Ein Scharlachroter Schwalbenschwanz hat sich im Schmetterlingshaus niedergelassen.

Stuttgart.
In der Stuttgarter Wilhelma können von April an mehr als 500 bunte und extravagante Schmetterlinge bestaunt werden. Der Leiter des Botanischen Gartens in Augsburg und die Gärtnerin Cordula Schwarz haben eine neue Schmetterlingsschau mit mehr als 300 Faltern in die Wilhelma gebracht. Somit habe sich der Bestand mehr als verdoppelt. Die Auswahl reicht vom Blauen Morphofalter über den Scharlachroten Schwalbenschwanz bis zum großen Bananenfalter. Ein exklusiver Gast ist ebenfalls dabei: der Altasspinner. Mit einer Spannweite der Flügel, die auf 30 Zentimer anwachsen kann, gehört der Altasspinner zu den größten Schmetterlingen der Welt.

Der Pressemitteilung der Wilhelma zufolge, dauere die Lebensspanne der Falter je nach Art von einigen Tagen und Wochen bis zu einem halben Jahr an, deshalb lohne sich der Besuch in der Schmetterlingshalle im April besonders. Damit sich die Schmetterlinge nicht in die Tiefen der Vegetation zurückziehen, haben die Wilhelma-Gärtner um Thomas Gengenbacher für die Falter attraktive Pflanzen in die Nähe des Besucherwegs gepflanzt. Zudem stehen für die Raupen der Falter Futterpflanzen wie Asclepias, Cestrum und Pentas bereit.

„Rund zwei Dutzend verschiedene Arten haben wir in einer zweistündigen Fangaktion in unserer Tropenhalle am frühen Morgen eingesammelt“, berichtet Bernhard Winzenhörlein. Dazu haben Winzenhörlein und Cordula Schwarze die Falter für einen verlertzungsfreien Transport in Briefumschläge gesteckt. Mit einem leichten Schütteln steigen die Falter aus den geöffnetten Umschlägen auf, erklärt Winzenhörlein. Dieser Vorgang werde als Aktion Frau Holle bezeichnet, sagt er. 

Normalerweise beziehe die Wilhelma pro Woche etwa 100 verpuppte Raupen, sagt Volker Harport, Revierleiter im Insektarium der Wilhelma. Diese können dann im Puppenhaus beim Schlüpfen von Besuchern beobachtet werden. Volker Harport ist über den Zuwachs sehr erfreut und sagt: „Die Menge an Schmetterlingen ist toll für die Gäste. Und wir Tierpfleger haben die Hoffnung, dass sich bei der neuen Größe der Population auch mal ein Pärchen unter den Faltern findet, so dass sie bei uns Nachwuchs bekommen.“