Stuttgart

Mercedes schickt Elektro-Forschungsauto über die Alpen

Mecedes-Benz Vision EQXX
Das Konzeptfahrzeug Mecedes-Benz Vision EQXX während seiner Fahrt in den Schweizer Alpen. © Mercedes-Benz AG

Stuttgart (dpa) - Ein Elektro-Forschungsauto von Mercedes-Benz hat mit einer einzigen Batterieladung mehr als 1000 Kilometer zurückgelegt. Der Vision EQXX sei vom schwäbischen Sindelfingen über die Schweizer Alpen nach Cassis in Südfrankreich gefahren, teilte der Hersteller am Mittwoch in Stuttgart mit.

Daimler-Vorstand Markus Schäfer sagte, einige Komponenten und technische Details des Autos könnten in zwei bis drei Jahren in Serienfahrzeugen zu sehen sein. Schäfer äußerte sich dabei aber nicht im Detail zu künftig möglichen Reichweiten. Die Mercedes-E-Serienlimousine EQS hat laut Hersteller eine Reichweite von gut 780 Kilometern.

Schäfer, der als Chief Technology Officer verantwortlich ist für Entwicklung und Einkauf, sagte, das Auto habe bei der Fahrt im Schnitt 8,7 Kilowattstunden (kWh) pro 100 Kilometer verbraucht. «Die Effizienz ist die neue Währung.» Die Kilowattstunde ist die Maßeinheit für die Energie eines E-Autos. Die meisten Stromer haben Kapazitäten zwischen 30 und 60 Kilowattstunden, größere Modelle auch bis zu 100. Der Vision EQXX kommt laut Hersteller auf knapp 100 kWh.

Der Mangel an Halbleitern dauert nach den Worten von Schäfer an. «Was Halbleiter angeht, bleibt die Situation angespannt.» Im laufenden Jahr werde es weiter eine «extrem ausgedünnte Lieferkette» geben. Der Mangel an Halbleitern und anderen Elektronikbauteilen ist ein Problem für die gesamte Automobilbranche und führte bereits bei mehreren Herstellern zu Produktionseinschränkungen.