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Mit Fake-Waffe auf Polizei gezielt

Pistole Symbolbild Waffe Symbol
Symbolbild. © Pixabay/CC0 Public Domain

Schwäbisch Gmünd.
Viel Herzklopfen bei allen Beteiligten verursachte eine Konfrontation zwischen der Polizei und einem Mann mit einer Schusswaffe in der Nacht zum Sonntag. Erst auf dem Polizeirevier stellte sich heraus, dass es sich bei der Waffe um eine Anscheinswaffe gehandelt hatte. 

Polizistin entriss dem Mann die Pistole

Die Polizei war in der Nacht auf Streifenfahrt. Gegen 2.50 Uhr fuhr sie an zwei Männern vorbei, als der Beifahrerin im Streifenwagen auffiel, dass einer der beiden eine Schusswaffe mit sich führte. Er soll damit unter den verschränkten Armen hindurch, auf sie gezielt haben. Da der Mann zu diesem Zeitpunkt sehr dicht am Streifenwagen stand und das Beifahrerfenster des Polizeiautos bereits geöffnet war, gelang es der Beamtin mit einem beherzten Griff den Mann zu entwaffnen. Der 40-Jährige wurde auf die Dienststelle gebracht. Dort überprüften Beamte die Waffe. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um einen täuschend genauen Nachbau einer echten Waffe handelte. So war es den Polizisten, zumal bei Nacht und in einer Situation, in der ein Angriff droht, nicht möglich zu erkennen, dass es sich um eine Anscheinswaffe handelte. Der scheinbare Angreifer brachte sich in diesem Moment selbst in Lebensgefahr.

Wie sich zudem herausstellte, stand der Mann unter Alkoholeinfluss. Aufgrund seines Allgemeinzustandes veranlasste ein Arzt die vorläufige Einweisung in eine psychiatrische Klinik. Die Polizei ermittelt gegen ihn unter anderem wegen Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetz.

Gerade mit Hinblick auf die Faschingszeit weist die Polizei noch einmal nicht nur auf das Verbot hin, solche Waffen, die den Anschein einer echten Waffe erwecken, zu führen. Ganz eindringlich zeigt der geschilderte Sachverhalt auch, welchen Gefahren sich die Menschen aussetzen, die dem Verbot zuwider handeln.