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Nach Kaufhof-Schließung in Bad-Cannstatt: Verdi wirft OB Kuhn mangelende Unterstützung vor

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Der Kaufhof in Bad Cannstatt. © ZVW/Alexander Roth

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Gewerkschaft Verdi hat dem Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn mangelndes Engagement für die Mitarbeiter von Karstadt-Kaufhof vorgeworfen. Verdi habe den Grünen-Politiker bereits vor Wochen angeschrieben und bislang keine Reaktion erhalten, sagte Gewerkschaftsfunktionär Cuno Brune-Hägele am Donnerstag. «Das ist eine Ohrfeige für die Beschäftigten.»

Am Nachmittag findet ein Treffen von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) und Verdi sowie Betriebsräten statt. Dort geht es um die Schließungspläne im Südwesten. Die CDU-Politikerin forderte in einem Brief an das Management der Kaufhäuser, die Pläne noch einmal zu überdenken.

Betroffen von den Schließungsplänen sind nach Gewerkschaftsangaben derzeit die Galeria-Kaufhof-Häuser Mannheim N7, Stuttgart-Bad Cannstatt und Göppingen, die Karstadt-Häuser Leonberg und Singen sowie Karstadt Sports in Stuttgart mit insgesamt 340 Beschäftigten. Galeria Karstadt Kaufhof war durch die Corona-bedingte Schließung aller Filialen in eine schwere Krise geraten und hatte Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen.