Stuttgart & Region

Nach Krawallnacht: Jeder zweite Tatverdächtige wiedererkannt - dank "Super-Recogniser"

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Krawallnacht in Stuttgart
Menschen stehen vor einem geplünderten Geschäft in der Marienstraße. Foto: Julian Rettig/dpa/Archivbild © Julian Rettig
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Thomas Strobl
Thomas Strobl (CDU), Innenminister von Baden-Württemberg, spricht. Foto: Tom Weller/dpa © Tom Weller

Stuttgart (dpa/lsw) - Nach der Stuttgarter Krawallnacht im Sommer des vergangenen Jahres ist etwa jeder Zweite der bislang rund 140 Tatverdächtigen von sogenannten Super-Recognisern der Polizei wiedererkannt worden. Diese Beamten und Ermittler haben die besondere Fähigkeit, Gesichter nicht vergessen oder Menschen auf noch so verschwommenen Fotos wiedererkennen zu können. So können sie Gesichter von Verdächtigen nicht nur auf Bildern identifizieren, sondern auch in Menschenmassen besonders gut herausfiltern.

Das baden-württembergische Innenministerium setzt immer mehr auf die Super-Recogniser. Entsprechend begabte Beamte sollen künftig flächendeckend an allen Polizeipräsidien im Land eingesetzt werden. «Dieses Potenzial wird uns helfen, mehr Kriminelle zu identifizieren und damit der Strafverfolgung zuzuführen», sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU) im Frühjahr. Mittlerweile kann jeder Polizeischüler sich auf die Begabung testen lassen.

Die Londoner Polizei hat bereits vor Jahren eine Einheit aufgestellt, auch die Polizei in Hessen und Bayern nutzt die Wiedererkenner. Im Polizeipräsidium Stuttgart werden bereits rund 50 Super-Recogniser koordiniert.

© dpa-infocom, dpa:210825-99-957238/2