Stuttgart & Region

Noch keine Entscheidung über Cannstatter Volksfest gefallen

Cannstatter Wasen
Besucher tummeln sich auf dem 173. Cannstatter Volksfest auf dem Cannstatter Wasen. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © dpa

Stuttgart.
Nach der Absage des Oktoberfests und zahlloser weiterer Veranstaltungen wegen des Coronavirus steht auch das Cannstatter Volksfest in Stuttgart auf der Kippe. Mit einer Entscheidung über eine Absage des zweitgrößten Volksfests in Deutschland tut sich die Stadt als verantwortlicher Veranstalter aber schwer.

"Die Stadtverwaltung berät noch über das Stuttgarter Volksfest", sagte ein Stadtsprecher am Dienstag. "Die Entscheidung soll Ende April, Anfang Mai gefällt werden." Der Auftakt des Volksfests ist derzeit noch für den 25. September geplant. Die Massen-Gaudi auf dem Cannstatter Wasen soll bis zum 11. Oktober dauern.

Vor allem für die Schausteller wäre eine weitere Absage eine Hiobsbotschaft: Im vergangenen Jahr hatten nach Angaben der Veranstalter rund 3,5 Millionen Menschen das 174. Cannstatter Volksfest besucht. Die Branche hat bereits durch die Absage des dreiwöchigen Frühlingsfests auf dem Wasen schwer gelitten. Das traditionsreiche Fest hätte in diesen Tagen stattfinden sollen. Aber nicht nur Schausteller, Wirte und Budenbesitzer, sondern auch Hotels, Gaststätten, Taxifahrer und Einzelhändler profitieren vom Volksfest.

Am Morgen hatten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das Oktoberfest abgesagt. Ein Fest in der Größe, mit der Internationalität und unter den Bedingungen bedeute jedoch eine zu hohe Gefahr. Die "Wiesn 2020" sollte vom 19. September bis zum 4. Oktober stattfinden. Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt wurden dazu erwartet.