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Notarzteinsatz am Bahnhof: Polizei muss rund 40 Gaffer wegschicken

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Symbolbild. © Ramona Adolf

Stuttgart.
Schon wieder hat die Polizei Ärger mit Gaffern. Diesmal bei einem Notarzteinsatz an der S-Bahn-Haltestelle Schwabstraße. Rund 40 Personen mussten am Dienstagabend (28.02.) des Platzes verwiesen werden. Behindert hatten sie den Rettungseinsatz zwar nicht unmittelbar, jedoch hatten sie diesen beobachtet und teilweise gefilmt - und damit massiv in die Persönlichkeitsrechte eines 29-Jährigen eingegriffen.

"Couragiert eingreifen, Notruf absetzen und helfen ist richtig - gaffen, filmen und Aufnahmen verbreiten überhaupt nicht", schreibt die Bundespolizei zu dem Vorfall am Dienstagabend. Ein 29-Jähriger war in einer S1 nach Kirchheim (Teck) zusammengebrochen und krampfend am Boden geblieben. Offenbar hatte er einen epileptischen Anfall erlitten. Daraufhin wurde der Rettungsdienst gegen 17.25 Uhr zur Schwabstraße gerufen.

Rund 40 Passanten müssen weggeschickt werden

Während der Patient behandelt wurde, beobachteten mehrere Passanten das Geschehen und machten Videos. Die Bundespolizei musste schließlich etwa 30 bis 40 Personen des Platzes verweisen. Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Würde des Menschen - insbesondere in einer Notlage - respektiert werden muss.

Bereits im Januar hatte die Polizei sich über hemmungslose Gaffer beschwert. Nach einem Unfall mit einer Geisterfahrerin, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen, hatten Schaulustige von einer Brücke aus Fotos und Videos aufgenommen.