Stuttgart & Region

Passagiere am Stuttgarter Bahnhof müssen weiter Umwege in Kauf nehmen

Bahnreisende
Zwei Reisegäste warten an einem Bahnhof am Gleis. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © Arne Dedert

Stuttgart (dpa/lsw) - Passagiere am Stuttgarter Bahnhof müssen weiterhin Umwege in Kauf nehmen, nachdem sich Steine aus dem Bonatzbau am Dienstag gelöst hatten. «Wann die Sperrung aufgehoben werden kann, steht derzeit noch nicht fest», sagte ein Bahnsprecher am Freitag. Der denkmalgeschützte Bonatzbau und der davorliegende Bereich der Taxivorfahrt am Arnulf-Klett-Platz seien weiterhin sicherheitshalber gesperrt. Der Zugverkehr rolle ohne Einschränkungen. Die Ursache, warum sich die Fassadenteile lösen konnten, stehe noch nicht fest, sagte der Bahnsprecher.

Die Fahrgäste könnten sowohl über die Landesbank Baden-Württemberg als auch über den Steg vom Schlossgarten die Bahnsteige erreichen. Die Deutsche Bahn setze zusätzliche Mitarbeitende vor Ort ein, um die Reisenden bei ihrem Weg um das Gebäude zu unterstützen.

Am frühen Dienstagmorgen hatten sich mehrere schwere Muschelkalkquader aus einer Höhe von rund 15 Metern gelöst und waren auf den Boden gefallen. In der Fassade klafft nun ein Loch von rund drei Metern Durchmesser. Verletzt wurde niemand. Wie die Steine in Zukunft verwendet werden, konnte der Bahnsprecher derzeit nicht sagen.

Der Bonatzbau wird im Zuge des milliardenschweren Bahnprojekts Stuttgart 21 saniert. Die Arbeiten dort sind vorübergehend eingestellt.

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