Stuttgart & Region

Polizei ermittelt gegen ambulante Pflegedienste

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Symbolbild. © Alexander Roth

Stuttgart. Die Polizei ermittelt gegen drei ambulante Pflegedienste. Den Inhabern werden gewerbsmäßiger Abrechnungsbetrug, Beitragsvorenthaltung und Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz vorgeworfen.

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wurden am Mittwoch (31.10.) in Stuttgart und in den Landkreisen Biberach und Heilbronn Durchsuchungen vollzogen. Der Tatverdacht richtet sich gegen drei 50, 53 und 58 Jahre alte Männer und zwei 50 und 57 Jahre alten Frauen. Die Inhaber der Pflegedienste mit Hauptsitz in Stuttgart stehen im Verdacht, seit mehreren Jahren in einer Vielzahl von Fällen im Bereich der - äußerst lukrativen - häuslichen Intensivpflege bei Versicherten Pflegekräfte eingesetzt zu haben, die nicht über die hierfür erforderlichen Qualifikationen verfügen. Da diese Leistungen bei der Versicherung nicht abgerechnet werden dürfen, wurden die Pflegedokumentationen gefälscht. 

Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass die Pflegekräfte nicht zur Sozialversicherung gemeldet wurden und dass sie auch nicht die erforderlichen Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse hatten. Derzeit gehen die Ermittler von einem Gesamtschaden in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro aus. Im Rahmen der Durchsuchungen, die gegen 09.30 Uhr begannen, stellten die Beamten zahlreiche Unterlagen sicher, die nun ausgewertet werden.