Stuttgart & Region

Polizei im Dauereinsatz wegen Ruhestörung

Mond Symbolbild Nacht Mondschein
Symbolbild. © Pixabay/CC0 Public Domain

Schwäbisch Gmünd. Zehnmal ist die Polizei Schwäbisch Gmünd in der Nacht zum Dienstag wegen Ruhestörung ausgerückt. Die Polizei wünscht sich, dass auf Mitmenschen mehr Rücksicht genommen wird - aber auch, dass in solchen Fällen nicht immer gleich die Polizei gerufen wird.

Das Protokoll einer Einsatznacht.

22 Uhr: Die Polizei wird wegen Hilfeschreien in die Weißensteiner Straße gerufen. Eine Streife rückt aus und trifft auf ein Paar, dass sich lautstrakt streitet. Die beiden werden dazu aufgefordert, sich leiser zu streiten.

23.14 Uhr: In der Lindenhofstraße sind Lkw-Kühlaggregate zu laut. Es kann jedoch kein Verantwortlicher erreicht werden. Die Behebung muss auf den nächsten Tag verschoben werden.

23.18 Uhr: In der Buchstraße verlässt ein Mann die Wohnung seiner Freundin nicht. Die Freundin ruft die Polizei um Hilfe. Daraufhin räumt der Freund das Feld.

23.39 Uhr: Anruf bei der Polizei wegen lauter Musik im Metlanger Weg. Als die Polizei eintrifft, wird die Musik ausgemacht.

23.42 Uhr: Ein Pärchen trägt seine Meinungsverschiedenheit lautstrak auf der Falkenberg Straße aus. Die Polizei weist die beiden auf die Lärmbelästigung hin.

0.26 Uhr: "Geschrei und Musik" im Teilort Weiler, Anwohner rufen die Polizei. Diese stellt eine Geburtstagsgesellschaft als Urheber fest und ermahnt zur Ruhe.

0.36 Uhr: Zu viel Lärm sorgt für zu wenig Nachtruhe in Spraitbach. Die Polizei trifft auf vier Personen, von denen außerdem auch auffälliger Haschischgeruch ausgeht. Eine Druchsuchung bringt drei Gramm Cannabis zum Vorschein. Auf die vier Personen kommen Anzeigen zu.

1.24 Uhr: Eine Kneipe in der Gmünder Innenstadt muss Fenster und Türe schließen, damit nur noch die Gäste den Lärm hören können.

1.59 Uhr: Die Polizei wird zu einer Gartenparty gerufen, die nicht nur die Partygesellschaft, sondern auch einen Teil von Böbingen unterhält. Noch auf der Anfahrt wird der Polizei mitgeteilt, dass die Party doch zu Ende ist.

3.54 Uhr: Die Polizei schlichtet einen Streit in einer Bargauer Wohnung. Ein geschlossenes Fenster hilft, feiernde von schlafenden Menschen zu trennen.

5.04 Uhr: Die Polizei verschiebt lärmendes Möbelrücken "Im Fuggerle" auf einen verträglicheren Zeitpunkt.

Polizei appelliert an beide Seiten

Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang an beide Parteien einer Ruhestörung. Auch wenn es heiß ist oder man einen guten Feiergrund hat, es gibt Menschen mit Ruhebedürfnissen und mit Recht auf Ruhe. Und auch jene, die sich gestört fühlen, sind aufgerufen, mit den Störenden ein Gespräch zu suchen. Nicht immer hat die Polizei die Möglichkeit, solchen Beschwerden auch zeitnah nachzugehen. Unfallaufnahmen und Straftatenverfolgung haben Vorrang. Und Ruhestörer können über Anzeigen auch zur Kasse gebeten werden. Spätestens, wenn es nach einer Ermahnung nicht funktioniert, muss auch zu solchen anderen Mitteln gegriffen werden.