Landgericht

Prozess nach Bluttat an Grundschule beginnt am Dienstag

Prozess nach Messerattacke an Esslinger Grundschule
Einsatzkräfte der Polizei sichern einen Tatort vor einer Schule in Esslingen. © Bernd Weißbrod

Esslingen (dpa/lsw) - Nach einer blutigen Messerattacke in einer Esslinger Grundschule könnte der Prozess gegen den Angreifer Klarheit über die Gründe für die aufsehenerregende Tat bringen. Vom kommenden Dienstag (17. Januar/13.30 Uhr) an muss sich der damals 24 Jahre alte Mann vor dem Stuttgarter Landgericht für seine Attacke verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor.

Er soll am 10. Juni früh am Morgen die Ferienbetreuung in der Schule überfallen und ein damals sieben Jahre altes Mädchen angegriffen haben. Der Mann habe das Kind mehrere Male mit der Klinge eines Küchenmessers auf den Hinterkopf und den Nacken geschlagen und schwer verletzt. Mit dem Messer soll er außerdem eine Betreuerin verletzt haben, die dem Mädchen helfen wollte.

Nach wie vor ist aber unklar, ob der Mann für die Tat überhaupt zur Verantwortung gezogen werden kann. Laut Staatsanwaltschaft gibt es Anhaltspunkte dafür, dass er wegen einer seelischen Störung oder psychischen Erkrankung vermindert schuldfähig und gefährlich sein könnte. Als sicher gilt laut Polizei hingegen, dass es sich bei dem attackierten Mädchen um ein Zufallsopfer gehandelt hat. Auch die Betreuerin soll dem in Deutschland geborenen Mann mit niederländischem Pass zuvor nicht bekannt gewesen sein.