Stuttgart & Region

Risse in Hausfassade über Tunnelbaustelle

Stuttgart 21
Bauarbeiter arbeiten in Stuttgart (Baden-Württemberg) auf der Baustelle für den Hauptbahnhof Stuttgart 21. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv © dpa

Stuttgart.
Über einer Tunnelbaustelle für das Bahnprojekt Stuttgart 21 haben sich Risse in einer Hausfassade gebildet. Die Fassade wurde abgestützt, wie ein Bahnsprecher am Mittwoch sagte. Zuvor hatten "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" darüber berichtet.

Es handelt sich um einen etwa drei Meter breiten Zwischenbau im Stuttgarter Kernerviertel aus der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Standsicherheit sei nicht gefährdet, hieß es. Die benachbarten Gebäude blieben unbeschädigt.

Der Tunnel wird nach Angaben der Bahn in 35 bis 40 Meter Tiefe gebohrt, verläuft aber nicht direkt unter dem betroffenen Haus. Zur Beweissicherung hatte ein Sachverständiger alle Gebäude vor Beginn der Bauarbeiten untersucht. Beim Tunnelbau verursachte Schäden werden nach Abschluss der Arbeiten von der Bahn reguliert.

Der Untergrund des Kernerviertels besteht den Angaben zufolge nicht aus Anhydrit. Kritiker des Milliardenprojekts Stuttgart 21 sehen besondere Risiken beim Bohren in diesem Gestein, weil es bei Kontakt mit Wasser aufquillt und zu Hebungen der Erdoberfläche führen kann.

Mit Stuttgart 21 soll die Landeshauptstadt unter anderem einen unterirdischen Durchfahrtsbahnhof bekommen.