Stuttgart & Region

Schüsse bei Einsatz beim Marstallcenter in Ludwigsburg: Polizei erklärt Hintergründe

Polizei Polizistin Einsatz Blaulicht Handschellen
Symbolbild. © Pixabay (CC0 Public Domain)

Bei einem Einsatz in der Tiefgarage des Marstallcenters in Ludwigsburg ist es am Mittwochnachmittag (05.08.) zu einer Schussabgabe seitens der Polizei gekommen. Ein Mann war mit dem Auto vor seiner Festnahme geflüchtet und hatte dabei einen Polizisten verletzt. Am Donnerstag (06.08.) gab die Polizei schließlich die Hintergründe zu dem Fall bekannt.

Ermittler hatten für Mittwochnachmittag einen Scheinkauf eingefädelt, bei dem in der Tiefgarage des Marstallcenters eine größere Menge Kokain übergeben werden sollte. Ein 34-jähriger kosovarischer Tatverdächtiger sollte dabei festgenommen werden. Als der Mann mit zwei Komplizen, einem 30-jährigen Albaner und einem 33-Jährigen Serben, im Auto zum vereinten Zeitpunkt auftauchte, griff das Mobile Einsatzkommando zu. Der 34-Jährige konnte sofort festgenommen werden, der 30 Jahre alte Fahrer ergriff jedoch die Flucht. Er fuhr dabei direkt auf einen Polizeibeamten zu, der sich nur noch durch einen Sprung zur Seite retten konnte und sich dabei verletzte.

Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts

Nach diesem Vorfall gaben die Einsatzkräfte mehrere Schüsse auf das Fluchtfahrzeug ab. Der 30-Jährige prallte erst gegen ein Einsatzfahrzeug der Polizei, konnte dann aber flüchten. Der 33-Jährige, der unterdessen zu Fuß zu flüchten versuchte, konnte von Polizeibeamten eingeholt und festgenommen werden. Das Fluchtfahrzeug fanden die Beamten später verlassen in Ludwigsburg-Hoheneck. Die Fahndung nach dem 30-Jährigen dauert an. 

Gegen alle drei Tatverdächtigen hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart den Erlass von Haftbefehlen wegen Rauschgifthandels beantragt. Gegen den 30-Jährigen wird zudem wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt.