Stuttgart & Region

Stadt Stuttgart sagt Kaugummis den Kampf an

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Das Reinigungsverfahren basiert auf einer Spülung mit heißem Wasser unter hohem Druck. © Stadt Stuttgart / Franziska Kraufmann

Die Stadt Stuttgart sagt Kaugummis den Kampf an. Dafür hat die Landeshauptstadt zwei neue Spezialreinigungsmaschinen angeschafft, sogenannte Kaugummientfernungsmaschinen. Sie sollen Flächen von Kaugummiresten und sonstigem Schmutz befreien. Der Technische Bürgermeister Dirk Thürnau sowie Mitarbeiter der Abfallwirtschaft Stuttgart haben die neuen Maschinen und ihre Funktionsweise am Mittwoch, (15.07.) vorgestellt. Die Maschinen sind Teil des Konzepts „Sauberes Stuttgart“ (siehe Infobox).

Laut Mitteilung der Stadt sind die Kaugummientfernungsmaschinen seit März in Betrieb. Bereits gereinigt wurde der Bereich der Königstraße und des Kronprinzplatzes sowie die anschließenden Seitenstraßen. Nun folgen der Marienplatz und weitere Plätze. Insgesamt investiert die Stadt 610.000 Euro.

Das Reinigungsverfahren basiert auf einer Spülung mit heißem Wasser unter hohem Druck (200 bar und mehr) bzw. mit Dampf. Die Reinigung erfolgt ohne Zugabe von Chemikalien. Das heiße Wasser wird über rotierende Düsen versprüht. Der Reinigungsvorbau berührt dabei nicht den Bodenbelag. Durch eine umlaufende Schürze wird die Umgebung vor Spritzwasser geschützt. Im Anschluss werden Kaugummireste mit Hochdruck entfernt. Das Schmutzwasser wird weggespült.

Konzept „Sauberes Stuttgart“

  • Für die Umsetzung des Konzepts stellt die Landeshauptstadt jährlich rund zehn Millionen Euro bereit.
  • Beschlossen wurde das Programm in den Haushaltsberatungen im Dezember 2017, voll wirksam ist es seit 2019.
  • Schwerpunkte sind vermehrte Reinigungen im öffentlichen Raum, Müllprävention, verstärkte Kontrollen und eine breit angelegte Öffentlichkeitskampagne, die zum Mitmachen animiert.
  • 123 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden eingestellt und 45 neue Fahrzeuge angeschafft. Zudem werden 1.000 zusätzliche Papierkörbe aufgestellt.