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Stiftung für Stuttgarts weltberühmte Ballettschule

Reid Anderson zur Gründung der John-Cranko-Stiftung
Reid Anderson (r) und Tadeusz Matacz (l). Foto: Bernd Weißbrod/dpa © Bernd Weißbrod

Stuttgart (dpa/lsw) - Eine Stiftung soll die Zukunft der weltberühmten John Cranko Schule sichern. Die John-Cranko-Stiftung soll Nachwuchstalente fördern und und die Ballette der Tanzlegende John Cranko verwalten, teilte Reid Anderson am Freitag mit. Der ehemalige Intendant des Stuttgarter Balletts gründete die Stiftung zusammen mit seinem Lebenspartner Dieter Gräfe.

Bisher verwaltete Gräfe das Erbe Crankos und damit auch die millionenschweren Einnahmen. Nun sollen die Gelder, die bei jeder Aufführung der Werke gezahlt werden müssen, in die Stiftung fließen. «Damit alles geregelt ist, sollten wir beide morgen sterben», sagte Anderson.

Ob in Moskau, London, Peking oder New York - die renommiertesten Ballettkompanien weltweit hätten alle ein Werk von John Cranko im Repertoire. «Es vergeht keine Spielzeit, in der nicht irgendwo auf der Welt «ein Cranko» aufgeführt wird», sagte Anderson. In seinen Werken habe es die Ballettlegende geschafft, das Menschliche herauszuholen - und die Kunstform für alle zugänglich zu machen. Deshalb seien die Werke so beliebt.

Ballettlegende John Cranko (1927-1973), ehemaliger Direktor des Stuttgarter Balletts, gründete die Schule 1971. Sie gilt als eine der berühmtesten Ballettschulen der Welt und als Grundstein der renommierten Stuttgarter Kompanie: Zwei Drittel der Tänzer des Stuttgarter Balletts kommen aus der Schule. Vor rund einem Jahr zog die Schule in einen millionenschweren Neubau um.

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