Stuttgart & Region

Stuttgart gehört zu den sichersten Großstädten

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Tausende VfB-Fans marschierten am Sonntagvormittag vom Bahnhof Bad Cannstatt zur Stuttgarter Arena. © Danny Galm

Stuttgart. Stuttgart gehört zu den sichersten Großstädten in Deutschland. Das betonte der Stuttgarter Polizeipräsident Franz Lutz bei der Präsentation der Kriminalstatistik für die baden-württembergische Landeshauptstadt am Freitag. Die Zahl der registrierten Straftaten ist von 54.255 Fälle im Vorjahr auf 53.828 Fälle gesunken. 

Die Kriminalitätsrate in Stuttgart habe einen sehr niedrigen Wert, sie sei so niedrig wie vor 30 Jahren, lautet das Fazit der Stuttgarter Polizei in einer Presserklärung vom Freitag. Auch bei der Aufklärungsquote nimmt Stuttgart im bundesdeutschen Vergleich einen der vorderen Plätze ein und liegt landesweit bei den Städten mit über 100.000 Einwohnern an vierter Stelle.  "Dieses Ergebnis spiegelt die erfolgreiche und fruchtbare Zusammenarbeit aller Sicherheitspartner in Stuttgart wider", so Polizeipräsident Franz Lutz im Pressegespräch.

Wohnungseinbrüche gehen zurück, Angriffe auf Polizisten steigen

Die Fallzahlen im Bereich des Wohnungseinbruchs sind im vergangenen Jahr erneut um 6,5 % auf den niedrigsten Wert seit zehn Jahren gesunken. "Der erneute Rückgang der Wohnungseinbrüche zeigt, dass unsere Anstrengungen, insbesondere im Bereich der Prävention, aber auch die hochmotivierte Arbeit unserer Ermittler, in den letzten Jahren sehr erfolgreich waren. Bei uns greifen alle Räder richtig ineinander."

Stuttgart übe nach wie vor eine große Anziehungskraft auf die Eventszene aus. Insbesondere am Wochenende strömen nicht nur die jungen Menschen in die Innenstadt, um sich zu vergnügen. Die Straftaten im Bereich der Straßenkriminalität, der Körperverletzung, den Diebstählen und der Sachbeschädigungen sind, teilweise deutlich, nach unten gegangen.

Die Zahl der Angriffe gegen Polizeibeamtinnen und -beamte dagegen ist 2018 leicht gestiegen. Die Streifen waren bei ihren Einsätzen häufig Anfeindungen, Beleidigungen und tätlichen Angriffen ausgesetzt. Das respektlose Verhalten gegenüber Einsatzkräften wird dabei konsequent verfolgt, denn alle Beschäftigten der Stuttgarter Blaulicht-Organisationen treten für die Gesellschaft und die Rechtsordnung ein.

Steigende Zahlen beim Telefontrickbetrug

Im Bereich des Kriminalitätsphänomens "Telefontrickbetrug" sind die Fallzahlen stark gestiegen. Im Fokus der Täter stehen dabei insbesondere ältere Menschen, die mit einer perfiden Geschichte um ihr Hab und Gut gebracht werden sollen. Während die Fallzahlen mit der Masche "Enkeltrick" stagnieren, steigen die Fälle des Betrugs "Falscher Polizeibeamter" enorm an.

"Glücklicherweise führt nur ein Bruchteil der Anrufe zum Erfolg - der verursachte Schaden ist jedoch enorm", so Rüdiger Winter, Leiter der Kriminalpolizeidirektion. "Intensive Präventionsarbeit, insbesondere auch bei Mitarbeitern von Bankinstituten, eine offensive Berichterstattung sowie Ermittlungen, die einem Marathon gleichen, haben es ermöglicht, im Jahr 2018 mehrere Täter aus diesem Phänomenbereich festzunehmen", betonte der Kripochef.

Bodycams und Smartphones im Dienst

Polizeipräsident Franz Lutz lobte auch die vielen Menschen, die sich in Stuttgart als Hinweisgeber und Zeugen bei der Polizei melden: "Die Polizei allein entdeckt nicht alle Straftaten und klärt sich auch nicht alle auf. Sie tut aber was sie kann und ist dennoch auf die Mithilfe der Menschen in unserer Stadt angewiesen. Mich freut es, wenn Bürgerinnen und Bürger uns als ihre Polizei verstehen und wenn sie uns helfen ". Durch die Einführung der Bodycam, Nutzung von Smartphones im dienstlichen Alltag, Präsenz in sozialen Medien sowie die Begabungen der Super Recogniser aus den eigenen Reihen böte man den Bürgerinnen und Bürgern eine moderne und zeitgemäße Polizei.

Die komplette Statistik ist hier zu finden.